Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Adrian Naef

Nachtgängers Logik

Journal einer Odyssee

Cover: Nachtgängers Logik

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN-10 3518414305
ISBN-13 9783518414309
Gebunden, 256 Seiten, 24,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Mit einem Nachwort von Adolf Muschg. Eine Depression kann aus heiterem Himmel kommen: Die Normalität kippt um in die Logik des Nachtgängers. Auf einmal geht selbst ein vormals im prallen Leben stehender Mensch wie Adrian Naef auf der Schattenseite. Alles ist noch da; nichts davon gilt mehr. Ein Spießrutenlaufen durch die Hölle des Alltags beginnt. Panikattacken, Dämonen und Gestalten von biblischem Ernst umzingeln den Nachtgänger. Die Apokalypse vor Augen, beginnt ein Seelenwinter, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint: An Depression zu leiden zerreißt den Zusammenhang mit allem, was einem vertraut und lieb war. Kaum einer kann zum Leidenden vordringen, Hilfsangebote bestätigen ihm nur, dass die Welt aus den Fugen ist. Doch wo sitzt dieser Teufel - im Therapeuten, im eigenen Verstand, in einem unsoliden Detail der Lebensgeschichte? Adrian Naef liefert das Protokoll eines Kampfes mit einer schweren Depression.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.05.2003

Giery Cavelty feiert freudig das literarische Comeback des Schweizer Autors Adrian Naef, der bereits als Mittzwanziger die Schweiz mit Gedichten "Oerlikonomie", "s Chäsvreneli" und über "GOTT" beglückt hatte. Nun hat Naef das Protokoll einer Depression vorgelegt, und Cavelty findet es "ebenso widerspenstig wie beeindruckend". Drei Jahre lang, erfahren wir, wurde Naef von "archetypischen Dunkelgestalten" heimgesucht, erlebte "Weltgerichte und Teufelsprüfungen" und "Panikattacken im Stundentakt". Als Autopathografen, lobt Cavelty, ist Naef ein durchaus begabter Schriftsteller, der das Bild der "Krise als Katharsis" mit einem ganzen Bündel anderer Erklärungen zu einem "widersprüchlich schillernden Gespinst" verbinde, in dem Kierkegaardsche Pathetik ebenso zu ihrem Recht komme wie die "Instantpsychologie der Frauenmagazine", die indische Chakrenlehre und die Biochemie.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren