Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Christa E. Seibicke. Keith Ovenden legt hier den Folgeroman zu "Eine Art Vermächtnis" vor. Philip, der Erzähler aus "Eine Art Vermächtnis", der das Schicksal seines verstorbenen Freundes Moser zu entschlüsseln versuchte, ist nun selbst tot. Jetzt ist es Alice Crighton, seine Frau, die das Leben, die Vergangenheit ihres Mannes und die Umstände seines Todes für sich klären will. Dazu ist sie in die Sologne gereist, um seinen Nachlass zu sichten und sich Rechenschaft abzulegen über die letzten, etwas seltsamen Wochen seines Lebens. Aber sie wird aus ihrer Ruhe aufgeschreckt durch eine chaotische englische Nachbarin, die in Vergessenheit geratene und trunksüchtige Rocksängerin Beatrix und den noblen Roland Beaumaniere, der Philip in seiner Jugend kannte und womöglich den Schlüssel zu seinem geheimen Leben besitzt...
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2003
Etwas befremdet ist Marion Löhndorf zunächst schon, dass der britische Autor Keith Ovenden in seinem Roman derart "witzig" über einen Selbstmörder schreibt. Der Band ist der zweite Teil einer Trilogie und auch hier lässt der Autor seinem "Hang zu makaberem Spaß und Spiel" unverdrossen Lauf, so die verwunderte aber zunehmend amüsierte Rezensentin. Die Witwe eines Philosophieprofessors, der sich das Leben genommen hat, ordnet dessen Nachlass und macht sich derweil Gedanken, ob man einen anderen Menschen wirklich kennen kann, fasst Löhndorf zusammen. Aus dieser Frage, so die Rezensentin angetan, "entsteht die fast krimihafte Spannung" des Buches und macht es trotz des düsteren Themas Selbstmord zu einer sehr "unterhaltsamen" Lektüre.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.05.2003
Ziemlich gemischt fällt Tilman Urbachs Urteil über diesen zweiten Teil von Keith Ovendens Trilogie über den Tod aus. Der "ruhige, etwas altmodische Erzählfluss" hat ihm nicht missfallen. Allerdings ist er sich nicht sicher, ob das Fazit des Buches mehr als eine Binsenweisheit formuliert: Am Ende steht nämlich nach Urbachs Interpretation die Erkenntnis, dass der tote Protagonist, dessen Leben in dem Roman nachgespürt wird, letztendlich ein Unbekannter geblieben ist - sich selbst und den anderen. Richtig glücklich ist der Rezensent mit dem Roman nicht geworden. Ihn stört die "stilisierte Opferrolle", die der Autor seinem Protagonisten zugedacht hat und der etwas steife Modus der Erzählung. Den entdeckt er sowohl in dem manirierten Erzählstil als auch in der fehlenden "erzählerischen Dynamik", der eine wirkliche Entfaltung der Geschichte verhindere.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







