Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Ludwig Fels erzählt die Geschichte des Schlagertexters Krum Kelding, der mit der Trivialisierung der Liebe seit Jahr und Tag gutes Geld verdient. Die große Liebe zu seiner Frau Edna hingegen zehrt fast nur noch von Erinnerungen. Da meldet sich unversehens Saalha bei ihm, eine frühe Geliebte aus Südamerika, die er vor vielen Jahren verlassen hat. Jetzt muß sie aus ihrem Land fliehen. Krum eilt ihr zu Hilfe. Was er erlebt, stellt alle Wertvorstellungen, auf die er sein Leben mit Edna gegründet hatte, auf den Kopf.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.06.2003
Ein bisschen unangenehm findet Franz Haas diesen neuen Roman von Ludwig Fels, ein Schriftsteller, der als Hilfsarbeiter angefangen hat, wie Haas erklärt. Fels interessieren "starke Gefühle", schreibt Haas. Es geht um einen Schlagertexter, der an der Welt leidet - seine Frau hat einen Liebhaber, täglich vergällen einem die Nachrichten mit ihren Berichten von Krieg und Tod das Leben. Angesichts der gerade in diesem Buch demonstrativen "Macht der Gefühle" fühlt Haas sich bisweilen verprellt: man "kann sich in diesem Roman vorkommen wie in einem jener Supermärkte mit lautstarker Zwangsmusik von der ganz aufdringlichen Sorte". Dazu kommt im zweiten Teil des Buches eine Kulisse, die der Rezensent als "exotische Hölle" bezeichnet. Der Held reist in ein fernes, von einem Diktator gequältes Land, um eine Freundin vor einem schlimmen Schicksal zu bewahren. Vor diesem Hintergrund bremst gar nichts mehr die "grellen Töne" des Autors, so Haas. Er jedenfalls war erleichtert, als das Buch endlich zu Ende war.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.04.2003
Dieser Roman, in dem ein Schlagertexter aus seinem unglücklichen Eheleben ausbricht, um in Afrika seine frühere Liebe zu suchen, ist die Darstellung einer "symbolischen Selbstverbannung", stellt Alexander Kissler fest. Er erkennt eine deutliche Ähnlichkeit der Hauptfigur Krum Kelding mit anderen Protagonisten des Autors, nicht zuletzt wegen seines Hangs zu Alkohol und "Fäkalsprache" und auch er hat "das Beste schon hinter sich", befindet der Rezensent. Er erkennt im Helden die "Avantgarde derer", die aus ihrer privaten Misere den "Trugschluss ziehen" sie seien dazu auserkoren, die "Welt zu erlösen". Wie auch in den anderen Werken Fels', so Kissler kritisch, liegen in dem Buch "Kitsch und Poesie, Mythos und Trash" nahe zusammen. Doch irgendwie ist er auch ziemlich beeindruckt vom "Mut" des Autors "zum Pathos" und er lobt die "Beharrlichkeit", mit der der Autor in seinen Büchern immer wieder die Frage, wie richtig zu leben sei, stellt.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







