Perlentaucher - Das Kulturmagazin

Anmelden | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wilhelm Schickard

Wilhelm Schickard: Briefwechsel

Band 1: 1616-1632. Band 2: 1633-1635

Frommann-Holzboog Verlag, Stuttgart 2002
ISBN-10 3772821626
ISBN-13 9783772821622
Gebunden, 1397 Seiten, 276,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Wilhelm Schickard (1592-1635), von Haus aus evangelischer Theologe, wurde 1619 Professor für Hebräisch in Tübingen, 1632 auch für Astronomie. Früh mit Kepler befreundet, trat er als Professor mit dem Straßburger Historiker Matthias Bernegger, mit den Basler Hebraisten Joh. Buxtorf Vater und Sohn, mit Pierre Gassendi, dem provenzalischen adligen Sammler und Privatgelehrten Peiresc und vielen anderen in brieflichen Verkehr. Schickards in vielen Bibliotheken verstreuter Briefwechsel wird hier erstmals gesammelt vorgelegt. Er umfasst 243 Briefe von und 353 an Schickard, dazu Auszüge aus 228 Briefen über Schickard. Die - überwiegend lateinischen - Briefe sind durch Kopfregesten, knappe Kommentare und Register der Personen (bei Personen bis zum 18. Jahrhundert nach Möglichkeit mit biografischen Angaben), Körperschaften, Orte und Sachen erschlossen. Eine ausführliche Bibliografie ist dem Band beigegeben.

Möchten Sie dieses Buch kommentieren?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.03.2003

Claudia Brosseder hat sich in die Briefe eines Universalgelehrten vertieft, der "an der Schwelle zur modernen Naturwissenschaft" stand. Vieles sei nicht bekannt über diesen Abschnitt der Wissenschaftsgeschichte, und Wilhelm Schickard - "Orientalist, Astronom, Geograf und Erfinder der ersten Rechenmaschine - sei den wenigsten ein Begriff. Was seinen gesammelten Briefwechsel so überaus interessant und sogar begeisternd mache, sei denn auch nicht die Person des Tübinger Gelehrten, sondern das daraus erwachsende Bild der damaligen Forschungspraxis. Kreuz und quer durch Europa verliefen die Pfade der Korrespondenz, "offenherzig und zugleich doch elitär" unterrichteten die Gelehrten einander von ihren Vorhaben - eine kleine, verstreute Gemeinde von Konkurrenten und Kollegen, die in einer Zeit, als wissenschaftliche Informationen kostbare Mangelware und die Bibliotheken schlecht ausgestattet waren, des Austauschs so dringend bedurften. Faszinierende, aufschlussreiche Dokumente also, betont Brosseder, und überdies "vorbildlich", nämlich originalgetreu, ediert.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Eine iranische Liebesgeschichte zensierenShahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
Aus dem Englischen von Ursula Ballin. Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane ...

Buch: Dein Gesicht morgenJavier Marias: Dein Gesicht morgen
Aus dem Spanischen von Elke Wehr. "Wollte Gott, dass niemand uns jemals um etwas bittet oder auch nur fragt, ...

Archiv: Bücherschauen

Vexierspielkünstler

20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Francois Walter: Katastrophen

15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen

Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst

11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen

Necla Kelek: Himmelsreise

08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren