Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Die Gründe für seine plötzliche Sprachlosigkeit sind Kalb halb bewusst, halb schleierhaft. Klar ist ihm, dass er gern oft geschwiegen hätte, nicht klar ist ihm, wieso sich dieser unterbewusste Wunsch derart auf seine Motorik auswirkt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.03.2003
Eine Mediensatire müsste ihn eigentlich zum Gähnen bringen, hatte Peter Richter vermutet, doch Alexander Gorkows Roman "Kalbs Schweigen" hat ihn wider alle Erwartung erheitert und unterhalten. Dabei hat die Branche gar keinen weiteren Enthüllungsroman nötig, findet Richter, weil sie eh "selbsterklärend und praktischerweise auch noch selbstempörend" veranlagt sei. Der Held mit Namen Kalb aus Gorkows Roman leidet auch an der üblichen "Plapperroutine", wie Richter es nennt, bis es eines Tages bei ihm zum Totalausfall kommt. Nachdem Kalb die Sprache wiedergefunden hat, berichtet Richter, kann er nur noch Hasstiraden produzieren - die der Rezensent um so vergnüglicher findet, je mehr sich der Protagonist in Rage redet. Ein Beweis, schreibt Richter, "dass Misanthropie großen Spaß machen kann". Für Richter ist Gorkows Roman ein - im Prinzip kulturkonservativer - Gegenentwurf zu den elegischen Ergüssen, wie er es nennt, der neuen deutschen Erfolgsliteratur, wo "wenig passiert und viel geredet" wird. Bei Gorkow, schwärmt Richter, ist das gar nicht so viel anders - aber viel amüsanter.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







