Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Beppo Beyerl

Die Benes-Dekrete

Zwischen tschechischer Identität und deutscher Begehrlichkeit

Cover: Die Benes-Dekrete

Promedia Verlag, Berlin 2002
ISBN-10 3853711944
ISBN-13 9783853711941
Broschiert, 134 Seiten, 9,90 EUR

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Klappentext

Beppo Beyerl analysiert historische Ursachen und Verantwortung der Dekrete, zeigt Verfehlungen auf beiden Seiten und kritisiert sowohl die den Benes-Dekreten zugrunde liegende These einer ethnischen Kollektivschuld als auch die von den sudetendeutschen Landsmannschaften betriebenen Revanchismusgelüste.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2003

Beppo Beyerls "Die Benes-Dekrete" hat Rezensent Friedrich Prinz richtiggehend verärgert. Die "oberflächliche Publikation" zeichnet sich seines Erachtens nämlich vor allem durch eines aus: Einseitigkeit zu Lasten der Sudetendeutschen: in salopper Weise serviere Beyerl die alten Geschichtsklitterungen, die tschechischerseits seit Eduard Benes in Umlauf gesetzt worden seien, klagt Prinz. Für "grundsätzlich falsch" hält er es beispielsweise, die Geschichte des sudetendeutsch-tschechischen Konflikts erst mit 1933 beginnen zu lassen und damit die Sudetendeutschen von Anfang an in die Nähe Hitlers zu rücken. Vielmehr, stellt Prinz klar, habe das Grundübel der Republik in der Schaffung eines tschechoslowakischen "Nationalstaates" gelegen, der kein echter Nationalstaat, sondern die schlechte Kopie des k.u.k. Vielvölkerstaates war, in den die Deutschen gegen ihren ausdrücklichen politischen Willen integriert worden seien. Auch geht es nach Auffassung von Prinz nicht an, den anwachsenden Nationalismus der Sudetendeutschen mit Recht zu kritisieren, ohne die chauvinistische "Reconquista-Ideologie" der tschechischen Medien ebenfalls zu zitieren, etwa das Benes nahestehende Massenblatt "Ceské Slovo". Insgesamt wirft er dem Autor vor, mit "großer Sorgfalt" alles zusammenzutragen, was gegen die Sudetendeutschen sprechen könnte. Eine Parteilichkeit seitens des Autors die dem Rezensenten sauer aufgestoßen ist.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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