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Klappentext
Aus dem Italienischen von Moshe Kahn. Seit Monaten sind die Kardinäle der Welt im Vatikan versammelt, doch die Wahl des neuen Papstes will einfach nicht gelingen. Der erst vor kurzem zum Kardinal ernannte Ettore Malvezzi möchte nichts lieber, als Weihnachten wieder "draußen" zu sein, weit weg von Machtspielen und kirchenpolitischen Intrigen. Auch weil das nicht enden wollende Konklave sich immer mehr zu einer Serie seltsamer Ereignisse entwickelt: Ein Kardinal kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben, zwei weitere versuchenmit Hilfe von Bettlaken die Flucht aus dem Vatikan. Außerdem haben sich die Kardinäle eine Sauna einrichten lassen und erfreuen sich an afrikanischen Ritualtänzen. Doch kurz bevor das Szenario komplett zu kippen droht, kommt es zu einem nicht nur für Ettore Malvezzi überraschenden Finale. Pazzi hält anhand eines der ältesten Rituale der westlichen Welt unserer Gesellschaft den Spiegel vors Gesicht.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2003
Als "hinreißend fabulierte, versponnene Geschichte darüber, was Glauben, Macht und Einsamkeit aus Männern machen kann" bezeichnet Rezensent Dieter Bartezko diesen Roman über einen Kardinal, der in seiner Todesnacht der Schönheit eines jungen Schweizer Gardisten verfällt. Mit der indirekten Rede wahre der Autor die Intimsphäre des Protagonisten, "obwohl er sie bloßlegt". Diskret und mitfühlend wie der Sekretär, der dem Toten später die Schminke abwische, gehe der Autor mit seinen Protagonisten um. "Indem er ihre Ehrenmasken lüftet, schenkt er ihnen Ehre". Doch hat Bartezko im Roman auch "ätzende Kritik am Zwiespalt des mediterranen und transkontinentalen Katholizismus" gefunden, am "Dünkel derer, die letzterem christlich-europäische Normen und Dogmen aufzwingen". Dabei rutscht der Autor für den Geschmack des Rezensenten gelegentlich "direkt in die Langeweile des politisch Korrekten". Schließlich aber behält sein Wohlwollen diesem Roman gegenüber die Oberhand. Nicht zuletzt wegen all der aberwitzigen Szenerien und launig beschriebenen Mirakel und schließlich auch "einem anrührend leisen Plädoyer für die Güte, die aus der Sünde wächst".
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