Bücher der Saison
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Klappentext
Wie alljährlich im Februar plagt sich der Filmjournalist Albrecht Niemeyer mit der geliebt-gehassten Berlinale. Er ist Berlins bösartigster und unbeliebtester Kritiker und stolz darauf, denn die Einschaltquoten geben ihm Recht. Privat jedoch läuft alles bei ihm schief, sein Freund Jupp - ein Gefährte aus längst verdrängten Punk-Zeiten - hat sich bei ihm eingenistet und geht ihm auf die Nerven. Vor allem aber leidet Albrecht darunter, dass seine Frau Emily ihn wegen eines Orthopäden verlassen hat. Als sei dies nicht schon Grund genug, schlecht gelaunt zu sein, wird Albrecht zu allem Überfluss eine Briefbombe ins Pressefach gelegt. Zwar bleibt er unverletzt, doch der Bombenleger kündigt per Telefon einen weiteren Anschlag an. Die ermittelnden Kriminalbeamten nehmen die Bedrohung jedoch nicht ernst, und so beschließt Albrecht, selbst den Detektiv zu spielen. Personen und Tatmotive gibt es genug, denn der Filmkritiker hat es sich beinahe mit jedem Filmschaffenden in Deutschland verscherzt.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.02.2003
Mani Beckmann habe eine etwas unglückliche Wahl des Verlags getroffen, so Gerrit Bartels zu diesem Roman, was vermutlich den Erfolg schmälere, den das Buch hätte haben können. Eigentlich versammele der Roman durchaus die Elemente, die Büchern wie den neuen Romanen von Frank Goosen oder Daniel Bielenstein zum Erfolg verholfen haben, denen er in der Konzipierung von Form und Inhalt durchaus ähnele. Die Medienwelt, Männerfreundschaften, verschiedene Lebensentwürfe, Protagonisten, in denen sich eine große Leserzahl zumindest im Alter zwischen 30 und 40 wiederfinden könnte, dazu leicht und witzig zu lesen, mit einem Hauch von "Männerzeitschriften-Mentalität". Da der Roman allerdings vordergründig ein Krimi sei, sei er auch in einem Krimiverlag erschienen, was ihm den Erfolg, den die anderen Romane derzeit haben (ob nun zu recht oder zu unrecht), zu verwehren drohe.
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