Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2003
Patrick Bahners bespricht eingehend dieses Buch, das als Dokumentation einer Debatte über den Staatsbegriff am Beispiel des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in Form von Kongressakten erschienen ist. Darin stehen sich die Ansichten von Georg Schmidt und Heinz Schilling gegenüber, deren "scharfer Ton" in der Auseinandersetzung um den Staatsbegriff des Deutschen Reiches für "Unruhe im Fach" gesorgt hat, wie der Rezensent mitteilt. Eine Einigung sei zwar auch auf der zu dem Zweck initiierten Tagung nicht erreicht worden, doch zumindest könne man auf die "befriedende Wirkung ritueller Kommunikation verweisen", so Bahners trocken. Während er Schilling im Lauf seiner Kritik vorwirft, dass er den Unterschied zwischen dem Reich und den Staaten "überdeutlich" betont, findet er Schmidts Begriffsprägung, die "das Reich als Einheit in der Vielheit" begreift, ein wenig beliebig. Bahners vermag diese Debatte kenntnisreich darzustellen, auch wenn dem unbeschlagenen Leser seiner Rezension vielleicht nicht ganz klar wird, worum es bei dieser Auseinandersetzung eigentlich genau geht und warum sie mit solcher Erbitterung geführt wird.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…