Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 03.02.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Eva Christina Zeller

Stiftsgarten Tübingen

Gedichte

Cover: Stiftsgarten Tübingen

Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen 2002
ISBN-10 3421057184
ISBN-13 9783421057181
Gebunden, 91 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Die Szenerie ist vertraut: Die Kähne am Neckar, der Vater oben auf der Kanzel, die Amseln und Wespen, die Ameise und der Laptop - alles, was es gibt: beschrieben in einem Gedicht, das an frühe Verse Ingeborg Bachmanns erinnert. Ein Hauch von Klagenfurt. Wirklich: vertraut? Die Nähe täuscht, die beschriebenen Dinge sind janusgesichtig, zum Greifen einladend, aber beim Zupacken weltenweit entfernt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.05.2003

Am Tübinger Stiftsgarten wohnt Eva Christina Zeller, so der mit "B. En." zeichnende Rezensent, und diesem Garten sind auch ihre Gedichte gewidmet. Und dem Rezensenten scheint es fast, als habe der Fluss, der sich durch den Stiftsgarten schlängelt, sein "Ziehen und Strömen" in die Gedichte fließen lassen. Zellers gleichzeitig liturgische und moderne Fragmente, die an ein "du" gerichtet sind und sich wie "sotto voce" lesen, haben eine fast visionäre Kraft, doch ist es eine Vision, die sich nicht nur in der Ferne, sondern auch in der Nähe übt, auf "zyklisch beschwörende", einnehmende Weise.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.02.2003

Schon Robert Gernhardt habe klargestellt, dass der Bezug auf die alten "ehrwürdigen" Formen keineswegs Stillstand bedeuten muss, führt Rolf-Bernhard Essig im Fall der Tübinger Dichterin Eva Christina Zeller an. Es komme vielmehr darauf an, ihnen neues Leben einzuflößen. Insofern kann Essig Zellers "Mut" nur begrüßen, die herkömmlichen lyrischen Formen und Motive aufzugreifen und fortzuführen. Es sind also die herkömmlichen Themen, die Zeller behandelt: Tod, Sterben, Erinnerung, Liebe, Natur. Am überzeugendsten findet Essig Zellers Naturbetrachtungen, zumal es der Autorin gelänge, die moderne Welt dahinein zu integrieren. Fein gewirkt seien die Verse, mit Assonanzen, Binnenreimen, Inversionen, alles was die Schule der Verskunst verlangt; manches kommt Essig dennoch zu glatt, zu hermetisch, zu "pathosschwer" daher. Die Autorin beweise viel "Einbildungskraft", resümiert Essig, diese hätte sie bloß noch etwas konsequenter und schärfer einsetzen müssen.

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Archiv: Bücherschauen

Für ein Happy End

03.02.2012: Die FAZ versinkt in William Trevors sehr irischem Roman "Turgenjews Schatten", der von der Liebe zweier Menschen erzählt, die einfach nicht für das Leben gerüstet sind. Die SZ liest Krimis von Buddy Giovinazzo, verübelt ihm aber, dass er den literarischen Wahnsinn zum Tiefstpreis verschleudert. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Peter Nadas: Parallelgeschichten

26.01.2012: Peter Nadas erzählt die Geschichte der Budapester Familie Demen und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft sind. Meilensteine in diesem gewaltigen Epos sind die ungarische Revolution 1956, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 sowie die dreißiger Jahre in Berlin. Lesen Sie hier einen Auszug aus Nadas' Roman "Parallelgeschichten". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren