Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Die Szenerie ist vertraut: Die Kähne am Neckar, der Vater oben auf der Kanzel, die Amseln und Wespen, die Ameise und der Laptop - alles, was es gibt: beschrieben in einem Gedicht, das an frühe Verse Ingeborg Bachmanns erinnert. Ein Hauch von Klagenfurt. Wirklich: vertraut? Die Nähe täuscht, die beschriebenen Dinge sind janusgesichtig, zum Greifen einladend, aber beim Zupacken weltenweit entfernt.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.05.2003
Am Tübinger Stiftsgarten wohnt Eva Christina Zeller, so der mit "B. En." zeichnende Rezensent, und diesem Garten sind auch ihre Gedichte gewidmet. Und dem Rezensenten scheint es fast, als habe der Fluss, der sich durch den Stiftsgarten schlängelt, sein "Ziehen und Strömen" in die Gedichte fließen lassen. Zellers gleichzeitig liturgische und moderne Fragmente, die an ein "du" gerichtet sind und sich wie "sotto voce" lesen, haben eine fast visionäre Kraft, doch ist es eine Vision, die sich nicht nur in der Ferne, sondern auch in der Nähe übt, auf "zyklisch beschwörende", einnehmende Weise.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.02.2003
Schon Robert Gernhardt habe klargestellt, dass der Bezug auf die alten "ehrwürdigen" Formen keineswegs Stillstand bedeuten muss, führt Rolf-Bernhard Essig im Fall der Tübinger Dichterin Eva Christina Zeller an. Es komme vielmehr darauf an, ihnen neues Leben einzuflößen. Insofern kann Essig Zellers "Mut" nur begrüßen, die herkömmlichen lyrischen Formen und Motive aufzugreifen und fortzuführen. Es sind also die herkömmlichen Themen, die Zeller behandelt: Tod, Sterben, Erinnerung, Liebe, Natur. Am überzeugendsten findet Essig Zellers Naturbetrachtungen, zumal es der Autorin gelänge, die moderne Welt dahinein zu integrieren. Fein gewirkt seien die Verse, mit Assonanzen, Binnenreimen, Inversionen, alles was die Schule der Verskunst verlangt; manches kommt Essig dennoch zu glatt, zu hermetisch, zu "pathosschwer" daher. Die Autorin beweise viel "Einbildungskraft", resümiert Essig, diese hätte sie bloß noch etwas konsequenter und schärfer einsetzen müssen.
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