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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Clemens Brentano
Clemens Brentano: Sämtliche Werke und Briefe, Band 33: Briefe 1813-1818
Historisch-Kritische Ausgabe sämtlicher Werke und Briefe. Frankfurter Brentano-Ausgabe in 42 Bänden
Klappentext
Herausgegeben von Sabine Oehring.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2003
Neben den ersten drei Teilbänden der historisch-kritischen Ausgabe zur Lyrik Brentanos ist nun auch ein ergänzender Briefband für die Jahre 1813 bis 1818 erschienen. Die Frankfurter Brentano-Ausgabe kommt zur Freude von Rezensent Hermann Kurzke also voran. Das große Verdienst der historisch-kritischen Ausgabe sieht Kurzke darin, dass sie aus Brentanos "chaotischen Hinterlassenschaften" und den Dokumenten, Zeugnissen der Zeitgenossen sowie einer wuchernden Sekundärliteratur ein "aufgeräumtes Gebilde" macht. "Die Erläuterungen, nicht zu knapp und nicht zu weitschweifig", lobt Kurzke, "lassen keine Lücke, sie weichen auch den kniffligsten Fragen nicht aus und ersetzen einen beträchtlichen Teil der bisherigen Forschungsliteratur." Kurzke hebt hervor, dass der nun erschienene Briefband im Kernbereich die gleiche Periode im Visier habe, so dass der Leser die "schrecklichen Briefe" und die "wunderbaren Gedichte dieses dämonischen Kindes" nebeneinander halten kann. Peinlicher Schwulst, wundersüchtige Frömmelei, religiöse Erpressung, erbarmungswürdige Selbstbezichtigung und schwelende Liebesglut wechseln nach Ansicht Kurzke in den Briefen Brentanos miteinander ab. Und doch spreche die existenzielle Not so wahr aus allem Verkehrten, dass einem immer wieder das Wasser in die Augen steige, gesteht Kurzke. "Mit überlegenem Spott kommt man all dem nicht bei", so das Resümee des Rezensenten, "und zu den Vorzügen der Ausgabe gehört es, dass die Erläuterungen stets von diskreter Sachlichkeit geleitet sind, obgleich die Versuchung zu höhnischen Kommentaren oft stark gewesen sein muss."
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







