Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Clemens Brentano

Clemens Brentano: Sämtliche Werke und Briefe, Band 3.3: Gedichte 1820-1826

Historisch-Kritische Ausgabe sämtlicher Werke und Briefe. Frankfurter Brentano-Ausgabe in 42 Bänden

W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart - Berlin - Köln 2002
ISBN-10 3170173561
ISBN-13 9783170173569
Gebunden, 407 Seiten, 158,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Michael Grus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2003

Die Frankfurter Brentano-Ausgabe komme voran, vermeldet Rezensent Hermann Kurzke. Das von der Freien Deutschen Hochstift veranstaltete und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Mammutunternehmen einer historisch-kritische Brentano-Ausgabe ist nach Angaben Kurzjes derzeit auf 38 Bände in 56 Teilbänden angelegt, von denen inzwischen 20 in 28 Teilbänden erschienen sind. Das große Verdienst der historisch-kritischen Brentano-Ausgabe erkennt Kurzke darin, dass sie aus Brentanos "chaotischen Hinterlassenschaften" und den Dokumenten, Zeugnissen der Zeitgenossen sowie einer wuchernden Sekundärliteratur ein "aufgeräumtes Gebilde" macht. "Die Erläuterungen, nicht zu knapp und nicht zu weitschweifig", lobt Kurzke, "lassen keine Lücke, sie weichen auch den kniffligsten Fragen nicht aus und ersetzen einen beträchtlichen Teil der bisherigen Forschungsliteratur." Um so mehr freut sich Kurzke über die nun erschienen ersten drei Teilbänden zur Lyrik Brentanos für die Jahre 1816 bis1826, denn für ihn steht außer Zweifel: "als Lyriker gehört Brentano in die allererste Reihe". Hauptthemen dieser Zeitspanne waren laut Kurzke das Patriotische, das Religiöse und die Liebe. Er sieht in der Erotik die "entscheidende Triebkraft" von Brentanos Werk, auch und gerade wenn ihr die körperliche Realisierung versperrt geblieben sei. So habe Brentano alles, was sein verunglücktes Leben ihm nicht gewährt hatte, in die Religion gelegt, wie amBeispiel des Gedichts "Frühlingsschrei eines Knechtes aus der Tiefe" belegt.

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