Die Pflanze ist unsere Urnahrung - sie kann ohne den Menschen existieren, nicht aber der Mensch ohne sie. In Helga Volkmanns literarischen Pflanzenporträts wird das Verhältnis zwischen Mensch und Pflanze unter vielfältigen Aspekten beleuchtet. Botanische Eigenart, Nutzen und Schönheit bestimmten in sehr unterschiedlicher Weise Gebräuche und Traditionen, Kulturgeschichte und Volkskunde rund um Rebe und Rose, Apfel, Kräuter und Zauberpflanzen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.12.2002
Das menschliche Leben sei von einer Geschichte der Pflanzen gar nicht zu trennen, meint Andreas Grabner. Denn stets habe sich der Mensch in einer Abhängigkeit von den Pflanzen befunden, die weit über den reinen Kaloriengehalt und -bedarf hinausgegangen sei. Und so findet es der Rezensent auch einleuchtend, dass sich Helga Volkmann mit der mythischen Bedeutung von Pflanzen in der Theologie, der Geschichts- und Märchenforschung auseinandergesetzt hat. "Plastisch", wenn auch manchmal etwas "altertümlich", bringe die Autorin dem Leser den "Bedeutungsreichtum" von vielen Pflanzen, die heute jederzeit in Supermärkten angeboten werden, nahe. Dass ihr dabei "kleine Ungenauigkeiten" und "Fehler" unterlaufen sind, kann Grabner angesichts ihrer "liebevollen Zuwendung" zum Thema verzeihen.
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