Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jacob Burckhardt

Griechische Culturgeschichte III: Die Kunst. Die Poesie. Zur Philosophie und Wissenschaft

Werke. Kritische Gesamtausgabe Band 21

C. H. Beck Verlag, München 2002
ISBN-10 3406482325
ISBN-13 9783406482328
Gebunden, 897 Seiten, 128,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Leonhard Burckhardt, Fritz Graf und Barbara von Reibnitz. Jacob Burckhardts "Griechische Culturgeschichte" gehört zu den bedeutenden, bis heute nachwirkenden historischen Gesamtdarstellungen des 19. Jahrhunderts. Burckhardt setzte mit diesem Werk einer an Ereignissen und Fakten orientierten Geschichtsschreibung eine systematische Darstellung der griechischen Kultur entgegen, die das Spannungsverhältnis von Staat, Religion und Kunst thematisiert. Seine - bei aller Anerkennung ihrer geistigen und künstlerischen Leistungen - skeptische Haltung den Griechen gegenüber bildet einen Kontrast zu den noch bis weit ins 20. Jahrhundert verbreiteten Idealisierungen des Griechentums. Burckhardts Neffe Jacob Oeri hat das Werk - teilweise aufgrund einer ausgearbeiteten Fassung, teilweise aufgrund eines Vorlesungsmanuskripts - zwischen 1898 und 1902 in vier Bänden ediert und dabei den Textbestand stark verändert. Diese kritische Edition folgt erstmals ausschließlich Burckhardts Manuskript. Sie dokumentiert und übersetzt seine Quellen und erläutert zahlreiche Sachbegriffe. Jeder Band wird durch ein Namen-, Stellen- und Sachregister erschlossen.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Jacob Burckhardts Werke - eine Leseprobe bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002

Zwar erachtet es Rezensent Jürgen Busche heute als nicht mehr nötig, Jacob Burckhardts Bild des demokratischen Athen, das er in seiner "Griechischen Culturgeschichte" entworfen hat, als Karikatur zu entlarven. Aber jeder könne das jetzt mit Mitteln tun, die der Band 21 der Kritische Gesamtausgabe der Werke Burckhardts, ein "ungemein gründliches Unternehmen", bereitstelle. Das ändert für Busche allerdings nichts an der wissenschaftsgeschichtlichen Bedeutung von Burckhardts "Griechischer Culturgeschichte". Denn Burckhardt habe den Traum, den die deutsche Klassik mit dem alten Griechenland geträumt hatte, "gründlich zerstört". Mit seiner Entzauberung des antiken Griechentum sei Burckhardt den Weg zu einem unverklärten Verständnis der Griechen entscheidende Schritte weitergegangen. Was er uns dabei hinterlassen hat, preist Busche als "meisterhafte Kapitel zur historischen Literatur, zur Geschichtsschreibung".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.11.2002

Jacob Burckhardt war ein zögerlicher Mensch, behauptet Hanno Helbling, der sich mit der Publikation seiner Schriften schwer getan und es auch seinen Nachlassverwaltern nicht einfach gemacht habe. Helbling meint jedoch Burckhardts Beweggründe für diese abwartende Haltung zu verstehen: Burckhardt sei nach eigenem Bekunden nicht auf dem Stand der damaligen aktuellen Forschung gewesen, die ihn offensichtlich auch nicht besonders interessiert habe, weil er nämlich eigene Wege beziehungsweise Forschungsmethoden verfolgte und damit seiner Zeit voraus war. Im Grunde habe Burckhardt bereits damals, vor allem im Ersten Band der "Griechischen Culturgeschichte", kommt Helbling zu dem Schluss, Mentalitätsgeschichte geschrieben, so wie 50 Jahre später Fernand Braudel mit seinem Werk über die klassische Mittelmeerwelt. Dieser neuen kritischen Edition ist nun zu danken, freut sich der Rezensent, dass Burckhardts Texte, die teilweise von ihm selbst, teilweise von Jacob Oeri überarbeitet wurden, in ihren Entstehungsschichten freigelegt und sichtbar geworden sind. "Eine unschätzbare Arbeit", schreibt Helbling in Voraussicht auch auf die noch ausstehenden Bände II, IV und V.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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