Mit 64 Fotografien. Christa Dericum konzentriert sich bei ihren literarischen Spaziergängen auf die Friedhöfe Berlins. Sie schildert die Entstehung und Geschichte der wichtigsten Friedhöfe, folgt den Spuren vieler großer Persönlichkeiten, die dort ruhen, erzählt von Begräbnisbräuchen und Totentänzen, mittelalterlichen Jenseitsvisionen und modernen Auffassungen von Tod und Endlichkeit, von der "Zeit und der Zeit danach" (Ingeborg Bachmann). Die Fotografin Isolde Ohlbaum ist der Autorin auf ihrer Reise über die Friedhöfe gefolgt und hat in ihren Bildern die Stimmung eingefangen, die an diesen Orten, den Schnittpunkten der stillstehenden und der fortlaufenden Zeit, herrscht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.11.2002
Für Christa Dericum sind Grabdenkmäler " Gedächtnisstützen für die Nachwelt", schreibt ein "akis" zeichnender Rezensent. Dericum und die Fotografin Isolde Ohlbaum haben die schönsten der der 264 Berliner Friedhöfe besucht und sich dabei auf die "prächtigen Anlagen" konzentriert, so "akis". Da die Fotografien den Texten nicht zugeordnet seien, werde auch die Vorstellungskraft des Lesers angeregt, lobt der Rezensent, der in seiner kurzen Besprechung ganz melancholisch geworden ist.
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