Werner Burkhardt ist seit einem halben Jahrhundert ein kundiger Beobachter der deutschen und internationalen Musikszene für namhafte Feuilletons (Zeit, Welt, du, Süddeutsche Zeitung). Hier hat er seine schönsten Reportagen, Essays und Portraits der letzten Jahrzehnte ausgewählt: Texte über Keith Jarrett ebenso wie über Frank Sinatra, James Brown, Duke Ellington oder Jimi Hendrix, die Marsalis-Brüder, Ella Fitzgerald, die Beatles, die Stones oder - Jessye Norman! Dazu als unterhaltsame Zwischenakte einige musikalische Reiseberichte aus den USA. Die Porträtphotos stammen aus der Kamera des weit über Jazzkreise hinaus bekannten Josef Werkmeister.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.01.2003
Stephan Hentz bespricht zwei Sammelbände mit Texten über Jazz, die ein Bild über die Verbreitung des Jazz in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zeichnen. In Werner Burkhardts Buch "Klänge, Zeiten, Musikanten" spürt der Rezensent sehr deutlich das "Bemühen um ein Geschichtsbild", indem der Autor seine langsame Annäherung an den Jazz beschreibt. Hentz hat die Texte, die zwischen 1961 bis 2002 für die Süddeutsche Zeitung entstanden sind, mit Vergnügen gelesen und freut sich vor allem an dem "opulenten, farbenfrohen" Stil des Autors. Er attestiert dem zu den "prominentesten Vertretern des Jazz-Journalismus" gehörenden Autor einen "wachen Sinn" für die Musik und lobt das Buch als "repräsentative und ausgewogene Darstellung", die alle Jazz-Größen von Armstrong bis Landgren behandelt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.11.2002
Als jungen Klassiker des deutschsprachigen Musikjournalismus würdigt Konrad Heidkamp den Musikkritiker Werner Burkhardt. Jetzt ist eine Anthologie mit Burkhardts Texte erschienen, die seine Kritiken der letzten vierzig Jahre in der "Welt" und der "SZ" versammelt. Burkhardt gehört nach Einschätzung des Rezensenten zu den Pionieren einer Musikkritik, die die Grenzen zwischen E- und U-Musik überschritt und den Tunnelblick späterer Generationen vermied. Kein Wunder, dass die Spannbreite der Texte sehr weit ist: Burkhardt schreibt über James Brown und die Doors, über Mahalia Jackson und Louis Armstrong, berichtet der Heidkamp. Burkhardts Texte zeichnen sich für ihn nicht nur durch ihre klugen und dezidierten Urteile aus, sondern vor allem durch eine gelebte Ästhetik, "die nicht plakativ als Theorie verkauft werden muss". Lobend erwähnt Heidkamp auch die Bebilderung des Buches, das seines Erachtens in jedes Musikregal gehört.
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