Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wolfgang Kubin

Geschichte der chinesischen Literatur in 9 Bänden

Band 1: Die chinesische Dichtkunst. Von den Anfängen bis zum Ende der Kaiserzeit

K. G. Saur Verlag, München 2002
ISBN-10 3598245416
ISBN-13 9783598245411
Gebunden, 441 Seiten, 128,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

China blickt auf etwa 9.000 Jahre Zivilisation zurück, davon sind fast 4.000 Jahre durch Schriftzeugnisse belegt. Die Geschichte der chinesischen Literatur, die bislang umfassendste Darstellung der etwa 3.000-jährigen chinesischen Literaturgeschichte, stellt jedes literarische Genre in seiner historischen Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart vor. Band 1 ist der chinesischen Dichtkunst gewidmet. Diese gehört mit ihrer weit ins erste vorchristliche Jahrtausend zurückreichenden Geschichte zu den höchsten Leistungen des menschlichen Geistes und hat in allen Kulturen ihren Einfluss hinterlassen. Hervorzuheben sind insbesondere das "Buch der Lieder", die "Lieder des Südens", die klassische Lyrik der Tang-Zeit mit ihrem bekanntesten Vertreter Li Bai (701-762) sowie das klassische Lied der Song-Zeit (10. bis 13. Jhd.). Wolfgang Kubin entwirft mit seiner literaturhistorischen Darstellung zugleich eine Ideen- und Kulturgeschichte Chinas.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.04.2003

Die Rezensentin Irmy Schweiger ist offensichtlich beeindruckt von der Leichtigkeit und dem Scharfblick, mit denen Wolfgang Kubin in dem ersten Band seiner zehnbändigen chinesischen Literaturgeschichte zweitausend Jahre chinesischer Dichtkunst durchschreitet, "auf mitunter unkonventionellen Wegen". Denn Kubin stelle den Quellentext in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen, fern von jeder enzyklopädischen Perspektive. Ausgehend vom internationalen Forschungsstand, spinne er seine Überlegungen weiter, ohne einengendes "Theoriekorsett" und ständig bemüht, den Blick nicht starr werden zu lassen. So eröffne er den Diskurs aufs Neue, "unaufdringlich" und mit einer "intellektuellen und sprachlichen Geschmeidigkeit", die die Rezensentin verblüfft. Durch Kubins Blick offenbare sich dem Leser die chinesische Dichtung als "Seelenlandschaft der chinesischen Intelligenz", als "kollektives Gedächtnis einer Kultur", die sich um drei "wesentliche" Aspekte spanne: die enge Verknüpfung zwischen Dichtung, Religion und Herrscher, die Melancholie der Gottesabwesenheit und die "Subjektivität im modernen Sinne", die im Konflikt mit dem Kollektiv stehe. Als Motto zu Kubins kaleidoskopisch abgewogener Studie schlägt die begeisterte Rezensentin schließlich ein Zitat des Dichters Su Dongpo vor: "Von der Seite ist der Lu Shan eine Kette, vom Rand ein Gipfel, / von weit, von nah, von oben, von unten - stets ist er ein anderer. / Sein wahres Gesicht kenne ich nicht, / Denn ich weile mitten unter ihm."

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren