Mit 70 Gemälden, Zeichnungen, Stichen und Fotografien. Seit Jahrhunderten haben Künstler den Rhein immer wieder abgebildet. Jede Künstlergeneration ließ sich neu von ihm inspirieren: von den Meistern der mittelalterlichen Malerei über die Romantiker und die Vertreter der klassischen Moderne bis hin zu Gegenwartskünstlern. In einem kulturhistorischen Essay führt Jürgen Wilhelm in das vielschichtige Thema ein. Er skizziert die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und militärische Einflüsse, die den Rhein zu einem der beliebtesten Landschaftsthemen der Kunst machten. Frank Günter Zehnder beschreibt, analysiert und interpretiert die Gemälde, Zeichnungen, Stiche und Fotografien von Matthäus Merian d.Ä. und Wenzel Hollar über William Turner, August Macke und Emil Nolde bis zu Ewald Matare, August Sander und Anselm Kiefer.
In "diesem exzellenten Band", so der "B.E." zeichnende Rezensent, haben die Autoren Bilder zweier Ausstellungen über "die schönsten Rheinansichten" versammelt, die im Rheinischen Landesmuseum vor Jahren zu sehen waren. Dabei geht es nicht nur den Rhein rauf und runter, sondern auch die Kunstgeschichte von Merian bis Turner und Macke bis Kiefer. Die schönen Überlegungen, die B.E. hier macht, nämlich dass der Rhein "bezaubert und verhext", dass hier "alles Sage" ist und "Kunst und schwerstberauschte Lyrik, Musik, Geschichte, Industrie" -, kommen die auch in diesem Band vor? Gibt es Essays, Texte, Kulturgeschichtliches zum Rhein hier zu lesen? Das erfahren wir aus dieser Kurzbesprechung leider nicht.
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