Susanne Schröter

FeMale

Über Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern
Cover: FeMale
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783596157167
Kartoniert, 250 Seiten, 13,90 EUR

Klappentext

Weibliche Ehemänner in Afrika, brasilianische Travestis, indische Hijras, Homo- und Transsexuelle in Europa ... Susanne Schröter überprüft die Gültigkeit der binären Geschlechterkonzeption und führt so aus historischer, systematischer und ethnologischer Perspektive in die aktuelle Debatte über Gender-Crossing ein.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.11.2002

Neben anderen Werten und Begriffen wurde auch das "Geschlecht" längst dekonstruiert, schreibt der "upj" zeichnende Rezensent. Susanne Schröter gebe nun in ihrem Buch einen Überblick über die "Debatten und Entwicklungen", die den Begriff "Geschlecht" längst in verschiedene "Orientierungsdisziplinen" zerlegt haben. Das beginnt mit den siebziger Jahren, als vor allem die Frauenbewegung die Zuschreibung eines "natürlichen" Geschlechts als patriarchalische Zumutung verdammt hat, und reicht bis hin zur Entwicklung der etwas "nebulösen" Terminologie sex und gender, schreibt unser Rezensent. Er staunt dann aber doch, wie sehr all die verzweifelten Versuche auf den verschiedensten Ebenen, die Eindeutigkeiten zu überschreiten, immer wieder zur alten Frage nach der eigentlichen Identität eines Geschlechts führen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.11.2002

"Mehr als beeindruckend" findet Gottfried Oy das "Kompendium" der Ethnologin Susanne Schröter über sexuelle Identitäten. Die Autorin gebe sowohl die aktuelle Forschungslage in den Geschichtswissenschaften, der Ethnologie, im Feminismus und in der "sexualpolitischen Identitätspolitik" als auch den Streit und die Auseinandersetzungen über das Konstrukt "sexuelle Identität" wieder, staunt der Rezensent. Schön seien auch das "historische Panorama", das die Autorin entwerfe, das von der Antike bis in die Gegenwart reiche sowie die von ihr präsentierten kulturellen Vergleiche. Die nämlich stelle Schröter, freut sich Oy, ohne "postkolonalen Exotismus", der zunehmend um sich greife, vor. Der Autorin sei es gelungen, lobt der Rezensent, Theorie und "subjetive Faktoren" in ihrer Untersuchung miteinander zu verbinden.

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