Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Unter den zahlreichen Motiven, die den Verbrechen zugrunde liegen, stellen psychische Störungen eine besondere Gruppe dar. Jedes Verbrechen hat seinen eigenen psychologischen Hintergrund, der sich nicht nur aus der "Sprache des Verbrechens", sondern auch aus der individuellen Persönlichkeit des Täters ergibt: Welche Motive beherrschen einen Sexualdelinquenten? Welchen Impulsen folgt ein pathologischer Brandstifter? Was treibt einen Serienmörder? Gibt es den "geborenen Verbrecher" oder sind psychodynamische, lebensgeschichtliche und soziale Einflüsse entscheidend? All diesen Fragen wird am Beispiel großer Kriminalfälle aus aller Welt nachgegangen. Es werden zahlreiche Lebensläufe und deren schicksalhaftes Einmünden in kriminelles Verhalten nachgezeichnet und die individuelle Persönlichkeitsstruktur zahlreicher Verbrecher beschrieben.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2002
Reinhard Hallers Psychologie des Verbrechens hat Rezensent Gerd Roellecke recht beeindruckt. Der Gerichtspsychiater und Chefarzt an einem Behandlungszentrum für Suchtkranke versteht es nach Einschätzung Roelleckes, seine Fälle gut zu erzählen. Und zwar mit so viel Nähe, dass man den Sog des Verwerflichen spüre, und zugleich mit soviel Distanz, dass man sich nicht schuldig zu fühlen brauche. Wie Roellecke ausführt, verrätselt der Autor die vorgetragenen Fälle zunächst nach dem Muster: "Tat und Täter sind bekannt, offen ist nur noch, wie der Täter die Tat begehen konnte." Das erkläre dann der Psychiater. Verhaltensweisen wie Pyromanie, Kleptomanie, Amoklauf werden mit charakteristischen Persönlichkeitsmerkmalen verbunden, so dass die Tat wie eine Konsequenz der Persönlichkeitsentwicklung erscheint, berichtet der Rezensent. Eine solche Betrachtung führt nach Ansicht Roelleckes dazu, dass der Leser die Taten zu verstehen meint und weniger hart urteilt. Dieser Tendenz trete Haller indes mit einem eindrucksvollen Abschnitt über die Opfer entgegen. Als "Glanzlicht" lobt Roellecke insbesondere den Fall des österreichischen Briefbombenlegers Franz Fuchs.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Bücher von Lesern empfohlen
Alma Guillermoprieto: Havanna im Spiegel
Aus dem Spanischen und Englischen von Matthias Wolf. 1970 verließ die junge Mexikanerin Alma Guillermoprieto ...
Martina Rellin: Klar bin ich eine Ost-Frau!
Martina Rellin hat sich mit Frauen aus dem Osten darüber unterhalten, was sie wirklich bewegt, wie sie ihr ...
Archiv: Bücherschauen
Das Gegenglück, der Geist
09.02.2010: Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Christopher Isherwood: Löwen und Schatten
08.02.2010: Großartig erzählt Christopher Isherwood in "Löwen und Schatten" von seiner Schul- und Studienzeit in London und Cambridge in den zwanziger Jahren, von seinen ersten Schreibversuchen und seinen ersten Freunden und Liebhabern. Hier eine Leseprobe. Mehr lesen
Miljenko Jergovic: Freelander
01.02.2010: Karlo Adum heißt der Held in Miljenko Jergovics neuem Roman "Freelander". Er ist ein pensionierter Lehrer und begibt sich eher widerwillig auf eine Irrfahrt durch Kroatien nach Bosnien und Herzegowina. Zu einer Testamentseröffnung. Lesen Sie hier einen Auszug.
Mehr lesen
Alain Mabanckou: Black Bazar
25.01.2010: Alain Mabanckou erzählt in seinem Roman "Black Bazar" sehr selbstironisch von den Träumen afrikanischer Männer, die in Paris ihr Glück suchen. Und hin und wieder auch einen Rückschlag verschmerzen müssen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter


