Sonderpublikation zum 25. Jubiläum der Cinematheque Municipale de Luxembourg. Mit 115 Farb- und 57 SW-Abbildungen. Lola Montez - "Königin des Skandals, Vagabundin der Liebe, der Film, auf den die Welt wartet." Internationale Besetzung, Farbe, CinemaScope und drei Originalfassungen - deutsch, französisch, englisch. Gigantische Bauten, beispiellose Reklame, der teuerste Film in Nachkriegseuropa. Max Ophüls' 25. und letzter Film ist die Summe seiner jahrzehntelangen Erfahrungen - ein Film über das Showbusiness, über die Vermarktung von Stars und Skandalen und über die Schaulust des Publikums. Das Buch zeichnet die Biografie des Films Schritt für Schritt nach: die Vorgeschichte, die Finanzierung, die Arbeit am Drehbuch, die Dreharbeiten, die Postproduktion, die Premieren in Paris und München, den Krieg in der Presse, die diversen Fassungen, die Pleiten der Produzenten. Neue Fakten, unbekannte Dokumente, bisher nicht veröffentlichte Bilder. Eine Dokumentation der Produktion und der Zerstörung des Films -- und Jahrzehnte später der erste Rekonstruktionsversuch im Jahr 2002.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.09.2002
Richtig begeistert ist Daniel Kothenschulte von diesem Filmbuch, das die Entstehungsgeschichte des 1955 gedrehten Films "Lola Montez" dokumentiert. Er findet, dass dieser "opulent illustrierter Augenschmaus" nicht nur die Geschichte dieses spannenden, widersprüchlichen und umstrittenen Films dokumentiert, sondern sich gleichzeitig "die gesamte Geschichte des Kinos in diesem Lebensbild der Tänzerin Lola Montez wiederfinden lässt", vor allem in ihrem ambivalenten Verhältnis zur Hochkultur. Aber auch auf einer ganz konkreten Ebene findet Kothenschulte dieses Buch interessant und informativ: "Zum ersten Mal erhält man einen Einblick in die ebenso märchen- wie ganovenhaften Produktionsbedingungen" dieses Films. Auch die Kontroversen, welche die Entstehung dieses Filmes begleiteten, werden in dem Band nicht verschwiegen, bemerkt der Rezensent lobend. Und so empfiehlt er dieses Filmbuch wärmstens - auch oder gerade weil es im Zeitalter der DVD ein schöner Anachronismus ist.
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