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Sebastian Haffner
Überlegungen eines Wechselwählers
Klappentext
Mit einem Vorwort von Daniel Koerfer. Was ist und wie funktioniert Demokratie? Wodurch ist sie entstanden und welche Entwicklung hat sie genommen, bevor sie zweimal 1918/19 und noch einmal 1945 - nach Deutschland kam? Wozu sind politische Parteien da? Was leisten sie und was nicht? Wo und wie und warum sind sie entstanden? Sebastian Haffner erklärt nicht nur die Grundbegriffe der Demokratie, er zeigt auch, dass Demokratie von nichts weniger lebt als von den festgeschriebenen Verhältnissen, dass sie vielmehr den Wechsel der Entscheidung und, immer wieder, die Korrektur von Urteilen verlangt und deshalb nichts nötiger braucht als den Wechselwähler - denjenigen Wähler also, der sich bei jeder Wahl von neuem überlegt, welche Partei in der gerade bestehenden Situation die wirklich erfolgversprechende Politik vertritt.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2002
Die kurze, aber hitzige Kontroverse über die "Geschichte eines Deutschen" des 1999 verstorbenen Journalisten und Publizisten Sebastian Haffner hat zu einer wahren Flut von Haffner-Veröffentlichungen geführt, hat der Rezensent mit dem Kürzel "de" beobachtet, der in seiner Besprechung gleich drei Neuveröffentlichungen auf den Grund geht. Die seien in sich recht unterschiedlich, spiegelten aber so eindrücklich die "große Spannbreite" des "messerscharfen" Beobachters Haffner wider. In "Überlegungen eines Wechselwählers", die für den Rezensenten nichts an Aktualität eingebüßt haben, könne der Leser recht "amüsiert" nachlesen, mit welchen Schwierigkeiten die CDU/CSU 1969 auf die Oppositionsbank übersiedelte. Allerdings, trotz seines reichen Wissensschatzes, habe Haffner seinerzeit die "Resistenz" der FDP gewaltig unterschätzt, denkt der Rezensent, und er habe damals auch nicht die Wandlungsfähigkeit der Grünen von einer außerparlamentarischen Protestbewegung zu einer "etablierten Regierungspartei" absehen können.
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