Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Zwei Autoren, die für exzellenten Horror stehen, haben ihre Fähigkeiten zum zweiten Mal vereint; zwanzig Jahre nach "Der Talisman" legen sie erneut einen packenden Roman vor. Um einen unheimlichen Serienmörder zu stellen, muss Ex-Detective Jack Sawyer das schwarze Haus betreten - es ist der Eingang zu einer anderen Welt.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.10.2002
Die Grenzen des Horror- und Fantasy-Genres erfährt Andreas Merkel in dem neuen Gemeinschaftswerk von Stephen King und Peter Straub. Der Plot dreht sich um den "Superbullen Jack 'Hollywood' Sawyer", der in einer abgelegenen und idyllischen Kleinstadt in den Wäldern von Wisconsin einen Serienkiller jagt, welcher kleine Kinder verspeist. Wer der Täter ist, "wird schnell klar", aber nicht verraten. Merkel findet das "Porträt einer amerikanischen Kleinstadt", in der "Biker schon mal Derrida zitieren", durchaus gelungen. Weniger gefesselt ist er jedoch von der mit parapsychologischen Motiven aufbereiteten Gegenwelt, in der der Held gegen das Böse kämpfen muss. Hier bangt Merkel "eben nicht wirklich um Helden, denen immer noch ein Zauberwort" oder ein" plötzlich aus dem Baseballschläger kommender Laser-Strahl aus jeder Klemme hilft", und der Horror "fällt in sich zusammen".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.09.2002
Ein vom Rezensenten Burkhard Müller mit Spannung erwartetes Projekt ist es auf jeden Fall, das die beiden "renommiertesten Horror-Autoren Amerikas", Stephan King und Peter Straub, zusammen in Angriff genommen haben. Die beiden liegen innerhalb ihres Genres stilistisch und inhaltlich denkbar weit auseinander: während King den kunstvollen Umgang mit dem Trivialen beherrscht, liegt Straubs Stärke nach Ansicht des Rezensenten eher im subtilen Horror, bei dem sich "alle Kontur im Affekt auflöst". Gemessen an seinen hohen Erwartungen an diesen Versuch, fällt Müllers Urteil über das Gelingen dieser Kooperation jedoch recht skeptisch aus. Er findet, dass der Roman "ins Schlingern gerät" und sieht die Schuld dafür vor allem bei King. Die Art und Weise, wie der Autor seine Lieblings-Fantasy-Motive in den Roman einbringt, wirkt nach Ansicht des Rezensenten plump und schädigt die Dramaturgie der Erzählung. Zum Beispiel beklagt er "Der Mörder wird viel zu früh preisgegeben, seine Dämonenfratze ist hohl wie ein Luftballon, den fremde Giftgase blähen". Trotzdem ist der Rezensent nicht nur enttäuscht, es gibt an dem Buch auch allerhand gutes zu entdecken. Beispielsweise findet der Rezensent manche Charakterisierung des Roman-Personals sehr gelungen und stimmig - allerdings vermutet er auch hier die Urheberschaft bei Straub, von dem selbst King findet, dass er "der größere Autor" ist. Müller hat dieser dieser Einschätzung nicht viel entgegen zu setzen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








