Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Slowenischen übersetzt und mit einem Nachwort von Erwin Köstler.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2004
Muss ein guter Schriftsteller tatsächlich Schlimmes durchlitten haben. fragt sich Adam Olschweski bange und kommt zu dem beunruhigenden Ergebnis, er fürchte ja. Im Fall der beiden autobiografischen Erzählungen des slowenischen Autors Ivan Cankar scheint das Leidensmoment tatsächlich gegeben gewesen zu sein - und ausnahmsweise sollten wir dafür dankbar sein, schwärmt Olschewski, weil es zu so reifen, wunderbaren Erzählungen geführt habe. Die Religion nimmt eine übergeordnete Rolle im Werk Cankars ein, erklärt der Rezensent, und so tauche das Motiv der Sünde immer wieder auf wie der Zweifel am Glauben, die Figur der Mutter und so weiter, wenige Elemente und Motive, die Cankar "mit wenig Aufwand und mächtigem Nachhall" aufnehme und ausführe, so Olschewski. Cankars Sprache sei schlank, präzise, es gebe kein überflüssiges Wort in seinen Erzählungen, die zwar motivisch gelegentlich zur Monotonie neigten, jedoch so bildermächtig seien, dass man lange in einer bestimmten Stimmung oder evozierten Landschaft Cankars hängen bleibe. Eine literarische Entdeckung eines kleinen Verlages.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.09.2002
Als "bedeutendsten Vertreter der literarischen Moderne Sloweniens" ehrt Rezensent Rolf Wörsdörfer den Schriftsteller Ivan Cankar (1876-1918). Neben dem kargen, bäuerlich-kleinstädtischen Leben thematisierte Cankar in seinen Werken immer wieder die Metropole mit ihren Droschken, Cafés und Theatern - hier wie dort sah er vor allem Gescheiterte, Alkoholiker, Tuberkulöse und Suizidgefährdete, weiß Wörsdörfer. Kein Schriftsteller habe das Wien der Belle Epoque so sehr in sozialkritischen Tönen gezeichnet wie Cankar. Wörsdörfer hält fest, dass im Zentrum von Cankars Schaffen die Selbstbeschreibung steht. So auch in diesen beiden Erzählungen, in denen Cankar seine Kindheitserinnerungen verarbeitet hat. Beide handeln vom harten Schicksal ihrer aus ärmlichen Verhältnissen stammenden jugendlichen Protagonisten. Während die Erzählung "Mein Leben" laut Wörsdörfer in einer knappen, klaren und manchmal sperrigen Sprache verfasst ist, herrscht in der Lebensbeschreibung des "Sünders Lenart" ein aggressiver Ton vor. Die Bilder, die Cankar findet sind voller Ausdruckskraft, lobt Wörsdörfer. Cankars Buch lese man mit Gewinn, schließt er "denn es führt den Leser in eine Terra incognita, die mitten in Europa liegt."
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen






