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zuletzt aktualisiert 03.02.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kai Hafez

Die politische Dimension der Auslandsberichterstattung

Band 2: Das Nahost- und Islambild der deutschen überregionalen Presse. Habil.

Cover: Die politische Dimension der Auslandsberichterstattung

Nomos Verlag, München 2002
ISBN-10 3789077380
ISBN-13 9783789077388
Broschiert, 401 Seiten, 60,00 EUR

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Klappentext

Im Zeitalter der Globalisierung wird es immer bedeutsamer, grenzüberschreitende Kommunikationsvorgänge zu erforschen. Band 1 der vorgestellten Arbeit bietet erstmalig eine umfassende Theoriematrix zu Bildstrukturen, Entstehungsbedingungen und Wirkungspotentialen der Auslandsberichterstattung. Auf der Basis eines interdisziplinären Ansatzes werden systematisch Nahstellen von Medien, Politik, Kultur und Gesellschaft vorgestellt. Band 2 ist eine Studie zum Nahost- und Islambild der überregionalen deutschen Presse im Zeitraum 1947-1994. Quantitative Langzeitanalyse und qualitative Fallstudien im kontroversen Forschungsfeld Nahost-Islam fügen sich zu einer der weltweit umfangreichsten empirischen Studien zur Auslandsberichterstattung.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.09.2002

Die Berichte über die Konflikte in Nah- und Mittelost färben auf die Wahrnehmung des Islam ab - häufig wird er mit Gewalt assoziiert. So fasst Rezensent Volker S. Stahr die keineswegs überraschende These des Islam- und Kommunikationswissenschafters Kai Hafez zusammen, der in einer Langzeitstudie das Nahost- und Islambild der überregionalen Presse in den fünfziger bis neunziger Jahren untersucht hat. Wie Stahr in seiner primär referierenden Besprechung ausführt, macht Hafez vor allem die Wochenpresse um "Spiegel" und "Stern" als Meinungsführer mit "starker Tendenz zu Negativismus und polarisierender Berichterstattung" aus. Die in Umfragen festgestellten Ängste und Aversionen gegenüber dem Islam haben für Hafez auch mit dieser Berichterstattung und ihren Defiziten zu tun, berichtet Stahr. Die journalistische Wahrnehmung beschränkt sich laut Hafez weitgehend auf politische Redaktionen, in den Kultur-, vor allem aber in den Wirtschaftsredaktionen fehle die eigene Betrachtung, hält Stahr fest. "Inhaltliche Untiefen" sowie undifferenzierte und einseitige Berichterstattung in Bezug auf den Islam sind für Hafez ein weiteres Problem. Nach dem 11. September kann Hefez allerdings eine kurzfristige Besserung dieser Tendenzen feststellen, lässt Stahr wissen. So habe es zahlreiche Versuche zur Differenzierung gegeben und viele Medien hätten sich auffällig um eine Trennung zwischen "dem Islam" und den zur Gewalt bereiten Fundamentalisten bemüht.

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