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Klappentext
Uniformschneider des Kaisers, Waffenschmiede der Nazis, Motor des Wiederaufbaus und des vereinigten Deutschlands: Vier Generationen schmiedeten am stillen Aufstieg der Familie Quandt zur mächtigsten Industriellenfamilie Deutschlands. Zu den hundert reichsten Deutschen zählen allein acht aus dem Hause Quandt - und BMW und VARTA sind nur der bekannte Teil ihres Imperiums. Hinzu kommen die Pharmafirma Altana, Textilfirmen, Online-Buchhandlungen und ein gewaltiger Immobilienbesitz.Der Schlüssel ihres Erfolgs ist das Zusammenspiel von Familientradition, Wirtschaft und Macht. Magda Goebbels war die Mutter des Quandt-Erben Harald. Und auch Franz Josef Strauß suchte die Nähe der Familie. Doch trotz ihrer stetigen Nähe zu den Herrschenden verstanden es die Quandts immer, ihren Namen von der Presse fern zu halten. Rüdiger Jungbluth enthüllt hier die faszinierende und tragische Geschichte dieser geheimnisvollen Familie.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2002
Der Text von Jürgen Dunsch ist eher ein Blick auf die Geschichte der Quandts als eine Buchrezension. Dunsch teilt seine Ausführungen über die Quandts in eine Unternehmensgeschichte und eine Familiengeschichte, lässt jedoch offen, ob der Buchautor genauso vorgeht. Der Rezensent deutet jedoch an, dass ihm das Buch gefallen hat, auch oder gerade weil es vor allem das Familienleben der Quandts ausleuchtet: "Jungblut weiß, dass dies der Stoff ist, der Verkaufserfolge verspricht; er breitet ihn in entsprechender Länge aus." Das habe vielleicht besonders Spaß gemacht, denn die Quandts haben ein Gespräch mit dem Buchautor verweigert. Gegen Ende des Buches verliert die Darstellung laut Dunsch zwar "viel von ihrer Farbigkeit", vor allem weil "die Quandts recht normal geworden" seien. Trotzdem bleibe das Schlusskapitel, in dem der Zusammenhalt der Familie beschoren wird, "besonders lesenswert".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.09.2002
Die Geschichte der Familie Quandt, die über vier Generationen zu einer weitverzweigten und einer der mächtigsten Industriefamilien Deutschlands geworden ist, werde von Rüdiger Jungbluth ausgewogen und plastisch skizziert, meint Michael Emmrich. Wie wir erfahren, hat die Wirtschaftsdynastie calvinistischen Ursprungs eine beispiellose Unternehmensgeschichte vorgelegt, sich aber auch in den Zeiten der Weltkriege nicht von politischer und menschlicher Skrupelhaftigkeit aufhalten lassen. Mit ihrem unternehmerischen Gewinnstreben hätte sie zum Beispiel während der NS-Diktatur in großem Maße von der Rüstungsproduktion profitiert. Emmerich lobt den differenzierten und kritischen Grundtenor der Familiengeschichte, der zuweilen auch wohlwollend ausfalle. Das schwierige Unterfangen aber, einer medienscheuen Familie nahe zu kommen, sei dem Autor gut gelungen. Jungbluth hat "eine höchst lesenswerte und spannende Wirtschafts- wie Familiengeschichte" vorgelegt, so Emmerich, die ein "atmosphärisch dichtes Porträt der Familie und ihres Umfelds, mit allen hellen wie dunklen Momenten" liefert.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.08.2002
Das Porträt einer reichen und mächtigen Unternehmerfamilie hat der Autor erfolgreich nachgezeichnet, findet Matthias Kroll, und dabei auch wichtige Elemente der Zeitgeschichte nicht ausgelassen. So kommen nicht nur die erfolgreich navigierten Übernahme- und Erbschaftsdramen seit der wilhelminischen Ära bis heute zu ihrem Recht. Besonders ausführlich und spannend geraten ist zudem die Darstellung der dunkleren Seiten der Geschichte, wie Profitsicherung durch Zwangsarbeit in der NS-Zeit, so Kroll; die unpublizierten Memoiren Günther Quandts, die im Zusammenhang mit der Entnazifizierung entstanden, erwähnt der Rezensent als wichtige Quelle für die Arbeit an dem entsprechenden, wichtigen Kapitel.
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