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Klappentext
55 Minuten Laufzeit. Elias Canetti, der 1981 für sein schriftstellerisches Werk, war einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller deutscher Sprache. Er verstarb 1994. Mit dieser Aufnahme von 1970 liegt ein seltener Hörgenuss vor: Elias Canetti selbst liest aus seinem Stück "Komödie der Eitelkeit" und gibt hierzu eine persönliche Einführung.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2002
"Zum Schreien komisch" - selten fand Rezensent Richard Kämmerlings diesen Ausspruch zutreffender als für Elias Canettis "furchtbaren Totentanz". In dieser 1970 aufgenommenen Lesung Canettis aus seinem satirischen Drama "Komödie der Eitelkeit" komme die Vorlage "erst ganz zu sich selbst". Nicht zuletzt die "herausragende stimmliche Begabung" Canettis macht diese Aufnahme für den Rezensenten zum Ereignis. Besonders im ersten Teil treibe Canettis "irrwitzig schnell die Farbe, Schärfe und Dynamik wechselndes Organ" den Hörer in ein Wechselbad von Grauen und Komik. Schon die Eingangsszenen entwerfen ein "Panoptikum Wiener Typen, ein Horrorkabinett menschlicher Neugier und Machtgier", lesen wir. Damals war die Lesung, informiert er uns, die im Haus des Wiener Verlegers Paul Zsolnay in Anwesenheit von Alma Mahler, Franz Werfel und Hermann Broch stattfand, jedoch ein Debakel. Der Rezensent begründet das mit Abwehr unabweisbarer Realitäten, denn Canetti habe im Drama zentrale Themen aus seinem Hauptwerk "Masse und Macht" durchgespielt.
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Leserkommentare (1)
salome_pockerl am 10.03.2009: Ganz großartig! Elias Canetti muss man einfach HÖREN. Allerdings würde ...
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