Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Brigitta Falkner
Fabula rasa oder Die methodische Schraube
Klappentext
"Prinzip I", eine Art Filmscript (basierend auf dem monovokalischen Prinzip: nur der Vokal "i" darf verwendet werden!), vermischt Elemente des Films mit solchen des Comics, wobei sich die Schauplätze des fiktionalen Vexierspiels (Linz, Grinzing, Rimini) in einem Paralleluniversum mit eigenen Gesetzen und Spielregeln befinden. "Schmutzige Tricks" knüpft an die ikonographische Tradition des hard boiled Genres an. Die Bildzitate aus film noir und den daily- crime-strips der vierziger Jahre werden in einer nach den Regeln eines einfachen Chiffrierverfahrens generierten Pseudosprache kommentiert. Das Sprechstück "Au! Die methodische Schraube" ist ein Text über Verbote, Regeln und Zwänge. Insgesamt bietet das Buch Bild-Text-Comic-Geschichten, die den Leser zwischen die Genres comic, Film, Palindrom, Anagramm, und Lipogramm führen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2002
Der Rezensent Bernhard Fetz ist beeindruckt. Brigitta Falkners Bildergeschichten und sprachspielerische Texte, in denen sie "den Wörtern einen mehrfachen Sinn- und Lautsinn abpresst", sind für Fetz die seit langem "witzigste und intelligenteste Antwort auf die Aporien der literarischen Avantgarde". Drei Handlungsebenen greifen in ihrem neuen Werk "Fabula rasa" ineinander, so Fetz, von denen die erste sich um zwei Männer dreht, Karl und Paul, die beide versuchen, Ruth zu erobern. Das Besondere an dieser eher herkömmlichen "psychodramatischen Konstellation", berichtet der Rezensent, liegt in deren Bearbeitung: Falkner gebraucht in ihrem Text lediglich zwei Vokale - das A und das U, was den Text in die Tradition von George Perecs Roman "La Disparition" stellt, in dem auf das E verzichtet wurde. Und auch das zweite Stück verwendet den gleichen Kunstgriff: hier regiert das I, in einer "spitzen und schrillen" Eifersuchtsgeschichte um Willi. Diese Methode ist jedoch "kein Zwang", wie Fetz versichert, sondern bringt "überraschende Sinn- und Sinnlichkeitseffekte" an den Tag. Den dritten Block bildet eine "Bildergeschichte im Stil der amerikanischen Detektivstorys der vierziger Jahre", so Fetz, in der Falkner eine sprachlich "verfremdende Chiffrierarbeit" vornimmt. Bewundernswert findet der Rezensent, wie souverän die Autorin mit der Sprache spielt, wie vorzüglich sie zeichnet und wie vielseitig ihr Wissen ist. Ob sie ganz nach oben in den Literatenhimmel gelangen wird, darüber hegt Fetz einige Zweifel, doch sie hat auf jeden Fall "einen Platz ganz vorne" verdient.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







