Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wolfgang Kersting

Jean-Jacques Rousseaus 'Gesellschaftsvertrag'

Cover: Jean-Jacques Rousseaus 'Gesellschaftsvertrag'

Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002
ISBN-10 353414502X
ISBN-13 9783534145027
Broschiert, 228 Seiten, 22,50 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Rousseaus "Gesellschaftsvertrag" gehört zu den wichtigsten Quellentexten der Politischen Philosophie. Diese Werkinterpretation möchte Studierenden den Zugang zu diesem Werk erleichtern. Um das spannungsvolle Zusammenspiel liberaler und republikanischer Motive in Rousseaus Werk herauszuarbeiten, geht der Autor kontextuell, nicht textimmanent vor. Er verortet das Werk innerhalb des Entwicklungsgangs Rousseaus und stellt die Begriffe und Lehrstücke in ihren ideengeschichtlichen Zusammenhang. So wird die Besonderheit der Politischen Philosophie Rousseaus im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Theorien des Gesellschaftsvertrags deutlich.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2002

Wegweisende philosophische Werke leben davon, dass sie so komplex sind, dass ein Versuch ihrer Auslegung kein Patentrezept bereithält, stellt Manfred Geier fest und zählt zu diesen Klassikern auch Jean-Jacques Rousseaus Klassiker "Der Gesellschaftsvertrag". Mit diesem Werk sorgte der Philosoph zu seiner Zeit für so viel Aufruhr, dass es 1762 verbrannt und sein Autor aus seiner Heimatstadt Genf verbannt wurde, berichtet der Rezensent. Einer der "besten Kenner des neuzeitlichen Vertragsdenkens", Wolfgang Kersting, hat sich nun dieses kanonischen Werks angenommen und fügt dem Diskurs über Freiheit und Bindung des Individuums an den Staat eine weitere Interpretation hinzu, so Geier. Besonders schön daran findet der Rezensent, dass es Kersting gelungen ist, Rousseaus "Kontraktualismus in seiner widersprüchlichen Spannung" zu analysieren. Deutlich werde in dieser Auslegung der "argumentative und atmosphärische Widerstreit zwischen Vormoderne und Moderne", aber, schränkt Geier sein Lob ein, über den gesellschaftlichen und politischen Kontext, in dem Rousseau zunehmend zum "verfolgten Außenseiter" wurde, erfahre der Leser leider nur wenig.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren