Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Annie Kalmar, Karl Kraus

Wie Genies sterben

Karl Kraus und Annie Kalmar. Briefe und Dokumente 1899-1999

Cover: Wie Genies sterben

Wallstein Verlag, Göttingen 2001
ISBN-10 3892444757
ISBN-13 9783892444756
Gebunden, 164 Seiten, 22,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Friedrich Pfäfflin und Eva Dammbacher in Zusammenarbeit mit Volker Kahmen. Karl Kraus (1874-1936) hatte Anfang April 1899 die Zeitschrift "Die Fackel" gegründet. Bald sagten ihm seine Gegner nach, er würde alles schlechtmachen. Dabei rühmte er bereits in der zweiten Nummer von Mitte April eine Schauspielerin als "die Herrlichste von Allen". Sie war ihm in der Aufführung einer französischen Posse am Wiener Volkstheater aufgefallen - und sie war bis zu diesem Tag ein Niemand. Annie Kalmar (d.i. Elisabeth Kaltwasser, 1877-1901) dankte dem ihr unbekannten Rezensenten gerührt. Kraus hat alles Menschenmögliche getan, um ihr am neugegründeten Deutschen Schauspielhaus in Hamburg eine Bühnenlaufbahn zu eröffnen; doch die geliebte, junge Frau stirbt vor ihrem ersten Auftritt an einem Krebsleiden in ihrer zerstörten Lunge. Der Band enthält alle Briefe und Dokumente, soweit sie in öffentlichen Sammlungen und aus Privatsammlungen zugänglich sind.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2002

Ganz begeistert ist Paul Jandl davon, dass der Wallstein Verlag "zwei vorbildlich edierte Bände" mit Briefwechseln von Karl Kraus und Annie Kalmar und Karl Kraus mit Mechtilde Lichnowsky herausgegeben hat. Denn diese Briefe zeigen, so der Rezensent, dass der Satiriker und Humorist privat "ein Mann von geradezu zartfühlender Konsistenz" gewesen sei. Mit der Schauspielerin Annie Kalmar hatte den Schriftsteller eine tiefe Liebe verbunden, die auch nach dem Tod von Kalmar im Jahr 1901 lange Zeit fortdauerte. Der Briefwechsel zwischen Kalmar in Hamburg und Kraus in Wien mache deutlich, dass Kraus seine Briefpartnerin Kalmar, die sich in einem anderen Milieu als Kraus bewegt hatte, als "Ergänzung" für seine "geistige Produktivität" gesehen hatte.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren