Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Pierre Louys

Dieses obskure Objekt der Begierde. Aphrodite

Zwei Romane

Cover: Dieses obskure Objekt der Begierde. Aphrodite

Manesse Verlag, Zürich 2002
ISBN-10 3717519905
ISBN-13 9783717519904
Gebunden, 471 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort von Vincenzo Orlando. Kein Thema hat Pierre Louys mehr interessiert als das ungeklärte Verhältnis zwischen den Geschlechtern, und nichts sezierte er mit größerer Lust und Virtuosität als das Verhältnis im Extrem, in der Obsession. "Aphrodite" und "Dieses obskure Objekt der Begierde" sind sublime Protokolle der alles verzehrenden Leidenschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.08.2002

Eine "schöne und späte Fügung" nennt Silvia Henke die erstmalige Übersetzung zweier bereits vor über hundert Jahren im französischen Original erschienener erotischer Romane von Pierre Louys. Der eine Roman, "Aphrodite", ist eine in der Antike spielende, "literarisch weniger raffinierte" Kurtisanengeschichte, in der die Vorzüge der Polygamie, der Orgien und der Päderastie jenseits jeder Moral gepriesen werden. Der andere Roman stellt das durch Bunuels Verfilmung bekannte "obskure Objekt der Begierde" als die Geschichte einer quälenden erotischen Obsession dar und ist von der Anordnung her quasi ein Spiegelbild des ersten Romans: Der "meisterhaft komponierte" Kreislauf von Lust und Qual, Anziehung und Abstoßung, Unterwerfung und Bemächtigung hier, der offene Sinnesgenuss dort. Da beide (hier in einem Band zusammengefassten) Romane anstelle von Lebensrezepten Geschlechterverhältnisse jenseits feministischer Ideale und bürgerlicher Sublimierungskonzepte entwerfen, gehören sie für Henke "zu jenem Raum, der unergründliche Konflikte spiegelt, ohne sie zu glätten: zur Literatur".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren