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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Paul Celan, Gisele Celan-Lestrange

Paul Celan - Gisele Celan-Lestrange: Briefwechsel

3 Audio-CDs

Cover: Paul Celan - Gisele Celan-Lestrange: Briefwechsel

DHV - Der Hörverlag, München 2002
ISBN-10 3895847194
ISBN-13 9783895847196
CD, 12,90 EUR

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Klappentext

Sprecher: Bodo Primus, Eva Garg. "Es muss sehr schwierig sein, einen Dichter zu lieben" schreibt am 11. Dezember 1951 die vierundzwanzigjährige Künstlerin Gisele de Lestrange im ersten erhaltenen Brief an ihren Geliebten, den 31 Jahre alten Dichter Paul Celan. Wie schwierig es tatsächlich war, zeigt diese Auswahl aus über 677 Briefen, die die beiden bis zu Celans Selbstmord 1970 miteinander wechselten, auf anrührende, auf erschütternde Weise. Von der Heirat 1952 mit dem unbekannten jüdischen Dichter, die Gisele de Lestrange gegen ihre adelige Familie durchzusetzen weiß, über viele Ehekrisen mit dem notorischen Frauenhelden Celan hinweg beweist sie Mut und Stärke. Seine ab 1960 zunehmenden psychischen Krisen bewegen sie 1967 aufgrund der Sorge um den gemeinsamen Sohn Eric zur Trennung, nach der die beiden aber dennoch in innigem Kontakt bleiben.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2002

Die Leistung dieser "großartigen Hörbuchfassung" des Briefwechsels zwischen Paul Celan und Ehefrau Gisèle Celan-Lestrange liegt nach Ansicht von Rezensentin Felicitas von Lovenberg darin, die "Dringlichkeit", dem Leben einen Sinn abzutrotzen, vom ersten Satz an mitschwingen zu lassen. Die Rezensentin war gebannt vom Klang der Stimme ("Mal rau, mal zärtlich, mal gefasst") der Lestrange-Sprecherin Eva Garg und bescheinigt auch Celan-Sprecher Bodo Primus, "Klarheit und Wahrhaftigkeit" seiner Briefe "eindringlich herauszustellen". Knapp 680 Briefe seien von beiden erhalten, von denen die "kluge Auswahl" von einhundert Schreiben durch die Herausgeberin des Briefwechsels Barbara Wiedemann, die Rezensentin überzeugte. Das Bewegende der Worte, die das Paar füreinander gefunden habe, liege nicht zuletzt in ihrer Zweisprachigkeit.

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