Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2002
Es geht diesem Buch um nichts geringeres als eine "Theorie der Staatsaufgaben". Die theoretische Grundlage ist die eines "methodologischen und normativen Individualismus". Kritik bringt der Rezensent Norbert Tofall bei der Frage nach dem "gerechten Preis" an, die die Autoren stellten, ohne auf die "prämoderne" Herkunft des Problems hinzuweisen. Sie gelangten so nicht über das wohlfahrtsstaatliche Paradigma hinaus, statt - wie der Rezensent vorschlägt - das Soziale über eine Theorie der Koordinierung der Einzelnen in den Blick zu bekommen. Darin liegt nach Meinung Tofalls ein fataler und durch die postmoderne "anything goes"-Geste der Autoren nicht zu heilender Fehler des ganzen Ansatzes: es führt vom Individualismus kein Weg zu allgemeiner Ergebnisgerechtigkeit. Alles, was bleibt, ist das Verfahren, auf das man sich im liberalen Rechtsstaat einigen muss.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…