Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Helmut Eisendle

Gut und Böse sind Vorurteile der Götter

Ein Gespräch

Cover: Gut und Böse sind Vorurteile der Götter

Residenz Verlag, Salzburg 2002
ISBN-10 3701712514
ISBN-13 9783701712519
Gebunden, 138 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Helmut Eisendle läßt in diesem Buch zwei Ärzte aus dem 17. und 18. Jahrhundert, deren Forschungen im Bereich der Anatomie ihre Namensspuren hinterlassen haben, im 20. Jahrhundert aufeinandertreffen. Doch der Franzose Felix Vicq d´Azur und der Engländer Edwin Tyson saßen schon allein aufgrund der Zeit, in der sie gelebt haben, nicht miteinander auf den Studienbänken. Die beiden Männer diskutieren über Moral, Arbeit und Krieg, Normalität und Wahnsinn, Wahrheit und Erkenntnis. Ihre Gedanken umkreisen verschiedene gesellschaftliche Grundfragen, stellen Behauptungen auf, schweifen ab, verlieren sich, geraten in Streit miteinander. Manchmal gleiten die Gedanken von vernünftigen Bahnen ab, wird das Gespräch von erfundenen Geschichten und bedeutungsschwangeren Inhalten dominiert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.06.2002

In diesem Buch, erklärt uns Samuel Moser, geht es nicht um die Philosophie, sondern um philosophierende Philosophen. Keine Tautologie, sondern der Hinweis auf einen "philosophischen Showdown", einen Dialog zwischen zwei fiktiven Denkern, die sich nur durch ihr Sprechen konstituieren und die alten Fragen, etwa nach dem Verhältnis von Staat und Demokratie oder von Normalität und Wahnsinn debattieren. Dass im sokratischen Frage-Antwort-Spiel von Heraklit bis Habermas alle zu Wort kommen, versteht sich von selbst. Dass das "traumähnliche Sein" der Figuren hier "nicht weniger wahr" erscheint als dasjenige der historischen Gestalten und sich im Reden um des Redens willen "ein antizipiertes Stück glückseligen Lebens" zeigt, versichert uns der Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren