Willard Van Orman Quine (1908-2000) hat die gesamte analytische Philosophie entscheidend beeinflusst, insbesondere mit seinem Hauptwerk Wort und Gegenstand. Er hat sich ausschließlich mit der systematischen theoretischen Philosophie beschäftigt: "Philosophy of science is philosophy enough". Das quinesche Werk lässt sich den Gebieten Logik, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Wissenschaftstheorie und Ontologie zuordnen. Der Autor orientiert sich in seiner Darstellung an einer Frage, die Quine zeitlebens beschäftigt hat: Wie gelangen wir von den Reizungen unserer Sinnesorgane zum Äußern von wissenschaftlichen Theorien über die Welt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.06.2002
Käthe Trettin liest diese deutschsprachige Einführung in die Philosophie Quines vor dem Hintergrund der vor zwanzig Jahren erschienenen Einführung Henri Laueners. Das Buch kommt nicht schlecht bei weg. Didaktisch erklärend, elegant formuliert sei es, lobt Trettin und vermerkt, dass Keil insbesondere auch das Spätwerk und den Topoi des Stimulus berücksichtigt: "Interessant ist dass Quines Naturalismus vom Naturalismus-Kritiker Keil außerordentlich nachsichtig behandelt wird." Im Gegensatz zu Lauener, so Trettin, komme es dem Autor offenbar darauf an, "die interne Kohärenz der Quineschen Philosophie so weit wie möglich aufzuzeigen". Um so seltsamer erscheint es der aufmerksamen Rezensentin, wenn Keil, anders als sein Vorgänger, auf ein Logik-Kapitel verzichtet: Ohne dieses Fundament werde Quine nicht verständlich.
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