Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Henning Mankell
Wallanders erster Fall und andere Erzählungen
Klappentext
Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt. Kurt Wallander ist Anfang zwanzig, Polizeianwärter in Malmö und bis über beide Ohren in Mona verliebt. Als er seinen Wohnungsnachbarn erschossen in der Küche findet, den Revolver noch in der Hand, glaubt er nicht an Selbstmord, umso mehr, als die Wohnung des Toten in Flammen aufgeht und man wenig später auf eine weitere Leiche stößt. Am Ende dieser Ermittlung hat Wallander eine Menge Fehler gemacht und leichtsinnig sein Leben riskiert, doch sein außerordentliches kriminalistisches Talent gilt als erwiesen... Von Wallanders erstem Fall bis zu einem ausgewachsenen Kriminalroman, "Die Pyramide", reicht das Spektrum der vorliegenden Erzählungen, die alle vor 1990, dem Beginn der eigentlichen Wallander-Serie, spielen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.10.2002
Christine Holliger gibt Entwarnung: Henning Mankell beherrsche auch die kleine Form. Nach diversen Romanen um Kriminalkommissar Wallander liefert der schwedische Erfolgsautor nun die Vorgeschichte, Wallanders Vorgeschichte, in fünf Episoden untergliedert, die wie immer bei Mankell tief ins Privatleben Wallanders eindringen. Sie seien nicht etwa vor den großen Romanen entstanden, teilt Holliger mit, sondern erst auf Nachfrage des nach-mehr-gierenden Publikums entstanden. Das hat die Lesefreude Holligers nicht geschmälert. Nicht alle fünf Geschichten seien gleich raffinert, spannend aber allemal, versichert sie. Auch wenn Mankell die Geschichten nicht als Epilog sondern Prolog zu seinen Romanen verstanden wissen will, scheint es Holliger, als runde sich das Bild und habe der Autor einen Schlusspunkt unter seine Geschichten von Kommissar Wallander gesetzt.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.06.2002
Fallgeschichtlich ist Wallanders erster Fall sein neunter, wenn man sich den Büchern des berühmten schwedischen Kriminalautors chronologisch nähert, erklärt Ulrich Noller. Nach acht Büchern wie Fällen hätte Mankell eigentlich das Ende der Reihe angekündigt, sei aber nun rückfällig geworden, indem er seinen Lesern im neunten Buch die Vorgeschichte seines ermittelnden Kommissars Wallander präsentiert. Ulrich Noller ist davon nicht sehr begeistert. Hartnäckige Fans könnten immerhin aus den - zu einem Buch zusammengefassten - fünf Vorgeschichten eine Menge Informationen zum Vorleben ihres Helden herausfiltern, meint er: Wallanders Ehegeschichte oder die erste Schusswunde beispielsweise. Wenig glaubhaft aber findet Noller, dass der 20 Jahre jüngere Kommissar schon am gleichen Lebensekel und Verfall der Sitten gelitten haben soll wie der Mittvierziger. Da habe der Autor einfach sein Erfolgsrezept kopiert und rückübertragen, meint der Rezensent, was leider nicht wirklich funktioniere, da keine Persönlichkeitsentwicklung des Kommissars abzulesen sei. Es fehlt Noller an Dynamik und Innovationsfreude - Merkmale eines guten Kommissars wie Autors.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








