Irak. Saudi-Arabien. Israel. Russland. Die USA ... Peter Frey, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, bereist eine Welt im radikalen Umbruch, spürt den Problemen der Menschen nach und analysiert die politische Situation.
Eine Mattscheibenprominenz auf dem Cover - das bedeutet eigentlich nichts Gutes. Insofern ist das vorliegende Buch allerdings eine echte Überraschung: Vom Hauch der großen weiten Welt ist hier wenig zu spüren, schreibt Dieter Buhl und lobt den Autor als "ernsthaften Journalisten", dessen Reportagen "mehr als die Schilderung von Oberflächen" bieten. Auf subtile Weise nähert sich Peter Frey persönlichen Lebenswelten (eines georgischen Weinbauers etwa oder eines Kuwaiters, dessen Bruder im Irak vermisst wird), stellt Figuren in den Mittelpunkt, "die normalerweise kein öffentliches Interesse fänden", sucht das Kleine im Großen und kommt so zu Erkenntnissen, die laut Buhl oft mehr über die Lage eines Volkes verraten "als jede kühle Analyse".
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