Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Herausgeber: Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe. Zehn Abbildungen. Aus dem Englischen von Gustav Roßler. Katalog zur Ausstellung des ZKM in Karlsruhe 2002.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.06.2002
Bruno Latour hat den Essay "Iconoclash" geschrieben, zu der gleichnamigen Ausstellung, deren Co-Kurator er war, und Julia Encke rezensiert ihn. Ausgehend vom Fall Mireille Breitwieser (man erinnere sich: die Mutter eines Kunsträubers, die dessen wertvolle Beute der hauseigenen Müllzerkleinerungsanlage übergab), stellt die Rezensentin Latours Essay die Frage nach einer möglichen Einordnung dieser Tat in die beschriebenen Kategorien von Bilderstürmern. Dass dies nicht so recht gelingen will, ist nicht verwunderlich, da Latours Bildzerstörungskonzept das Bild auf der symbolischen Ebene betrachtet. So bleibt es bei einer verlegenen Einordnung in die Kategorie der Ignoranten. Doch nun geht es ans Herzstück des Essays: die Gegenüberstellung der Begriffe "Ikonoklasmus" und "Iconoclash", deren Prämisse "Du sollst Dir kein Bildnis machen" und "Du sollst Dir kein erstarrtes Bild machen" lauten könnten. Encke sieht Latour auf der Seite der Transformation, also des "Iconoclash" und findet, er bediene sich damit, in seiner Apologie des "Iconoclash", einer ikonoklastischen Geste. Also der Ikonoklast des Ikonoklasmus durch "Iconoclash"? Die Vagheit, die sie Latour bescheinigt, scheint sich die Rezensentin selbst als Leitsatz - oder als Rettungsboot - gewählt zu haben. "Am Ende sind wir alle Ikonoklasten", schreibt Encke. Aber warum?
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2002
Dass Andreas Platthaus erst einmal die großen Verdienste des französischen Soziologien Bruno Latour aufzählt, dessen bisherige Texte zum "Luzidesten" an neuerer Theoriebildung erklärt, lässt nichts Gutes ahnen für dieses Buch. So kommt's dann auch. Von der eigenen Klugheit übermannt, scheint, so Platthaus, Latours neueste Devise zu lauten "Ich versteh' von allem was", unter anderem auch vom Krieg der Bilder, zu dem er die Karlsruher ZKM-Ausstellung "Iconoclash" mitkuratiert hat. Der englische Einleitungsessay des Katalogs ist nun auf deutsch erschienen - und zeugt, bedauert der Rezensent, vor allem von "Selbstverliebtheit". Gegen die These des Textes - Bilder sollen am Erstarren gehindert, aber nicht vollends gestürmt werden - hat Platthaus nichts einzuwenden, dem Autor aber rät er zu ein wenig Erstarrung inmitten seiner Hyperaktivität. Statt der Phänomene bekomme er bei dieser "intellektuellen Nabelschau" immer nur sich selbst in den Blick.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








