Aus dem Französischen von Eva Plorin und Alexandra Brehme. Mit zahlreichen Abbildungen und ausführlichem Adressenteil. Zeit ihres Lebens waren Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre Spaziergänger aus Leidenschaft. Im Quartier de Montparnasse verfolgten sie hautnah, wie sich ein Handwerker- und Künstlerviertel zu einem Stadtteil mit moderner Architektur wandelte. In Saint-Germain-des-Pres prägten sie das Flair der Cafes Les Deux Magots und Le Flore. Regelmäßig traf man das Paar in den zahlreichen Kinos, Theatern und Jazzclubs an der Rive gauche. Sie liebten die Atmosphäre des Jardin du Luxemburg. Im Quartier Latin reihten sie sich ein in die Anti-Vietnam-Demonstrationen, nach 1968 ging Simone de Beauvoir für die Frauenbewegung auf die Straße. Jean-Luc Moreau beschreibt die spannenden Verknüpfungen von Leben und Werk der beiden Intellektuellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.06.2002
Förmlich hingerissen der Rezensent (Kürzel pms.), nichts als Ausdruck der Hingerissenheit diese kurze Kritik. Das Buch - Fotografien des Magnum-Fotografen Bruno Barbey von Sartre und Beauvoir in Paris oder auch, wie es scheint, von Paris am Beispiel von Beauvoir und Sartre - ist, der Kritiker sagt es erst, bevor man es jeder Zeile seines Textes anhört: "ein grandioser Wurf". Es macht ihm "Lust", und zwar darauf, dem Vergangenen hinterherzureisen, und sei es im Kopf. Der Rezensent zählt auf, was er sieht, aber auch, was er liest, die Texte im Buch sind Zitate von damals: "das Zitierte weckt Heißhunger auf mehr".
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