Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Hugo Claus
Hugo Claus: Gedichte
Klappentext
Ausgewählt und übertragen von Maria Csollany und Waltraud Hüsmert. Die literarische Moderne, Eliot und Pound, die Mythen der europäischen Tradition ? das ist das Material dieser Gedichte. Der vorliegende Band, der die Texte nebeneinander in der Originalfassung und der Übertragung präsentiert, ist eine Auswahl aus dem lyrischen Oeuvre von Claus, mit dem Autor zusammen getroffen. Ein Nachwort gibt einen Überblick über die Entwicklung der Claus`schen Lyrik und ihre Bedeutung in der niederländischen Gegenwartsliteratur.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2000
Von Shakespeare-Adaptionen bis zum Kneipenwitz reicht das Repertoire des belgischen Dichters Hugo Claus, und ebenso interessant wie die Spannweite seiner Themen findet Alexander von Bormann die Claus`sche Formenvielfalt, wobei der Rezensent besonders die von Claus angewandte Form der Elegie für "poetisch bedeutend" hält. Von kleinen Mängeln abgesehen ist Bormann mit der von Maria von Csollány und Waltraut Hüsmert besorgten Auswahl aus Claus` dichterischen Gesamtwerk zufrieden, vermittle sie doch einen "sehr genauen Eindruck von der Kraft und zarten Wildheit dieser Gedichte". Bormann zeigt sich begeistert von der Claus`schen Lust am Widerspruch, der seiner Poesie innewohnenden Antipoesie, die nichts in Ordnung bringen will, von einer Dichtung, die sich ebenso großen Themen wie der Religion, aber auch den kleinen Dingen des Alltags zuwendet.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.06.2000
Mit dieser Auswahl aus dem 1100 Seiten starken Original ("Gedichten 1948 - 1993") hat Maria Csollany den belgischen Schriftsteller Claus, den man als "grandiosen Prosaisten" kennt, so Hermann Wallmann, auch als "formen- und farbenreichen Dichter? vorgestellt. In diesen Gedichten bezieht sich Claus vielfach auf Rembrandt und Shakespeare, deren Kunst er sich "derb-allegorisch" und "temperamentvoll" nähert und sie sich "buchstäblich einverleibt". Nicht der "Hohe Ton", schreibt Wallmann, herrscht hier, sondern zeitgenössische Kritikfähigkeit und "antiautoritärer Rückblick". Etwas unzufrieden ist der Rezensent mit der Anordnung der Gedichte, und er bemängelt, dass dem unbeschlagenen Leser keinerlei Hinweise auf Entstehungszeit und Kontext im Gesamtwerk die Orientierung erleichtern. An den Gedichten selbst jedoch hat er keinen Mangel gefunden.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







