Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heinz Peter Schwerfel

Kunst nach Ground Zero

Kulturkonsum - Dienstleister, Spaßgesellschaft, 11. September: Hat Gegenwartskunst noch Zukunft?

Cover: Kunst nach Ground Zero

DuMont Verlag, Köln 2002
ISBN-10 3832171886
ISBN-13 9783832171889
Kartoniert, 224 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Heinz Peter Schwerfel. Ground Zero - das mit Kerosin leer gesprengte Brachland im südlichen Manhatten, ist im Sprachgebrauch der Massenmedien Schlagwort für eine zerstörte Stadtlandschaft, für einen in seinem spektakulären Nihilismus konkurrenzlos erfolgreichen Terroranschlag gegen abendländisches Denken. Ground Zero ist der Anlass, nach Gegenwart und Zukunft eines der bisher wichtigsten Parameter eben dieses Denkens zu fragen: der Kunst.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 17.04.2002

Was hat der Kunstbetrieb vom 11. September gelernt? Unter dieser Fragestellung hat der Kunstjournalist Heinz Peter Schwerfel über 20 Kulturschaffende und -theoretiker befragt - mit keinem überzeugenden Resultat, meint Harald Fricke. Erwartungsgemäß überwiegen die Beiträge, die moralisch das "postmoderne Verständnis eines anything goes" kritisieren. Ehrenwert, aber höchst unbefriedigend, meint der Rezensent. Gegenpositionen sind in dem Band eher rar. Zu den Ausnahmen gehöre der französische Kurators Eric Troncy, der sich gegen die anhaltende Vermarktung politischer Kunstprojekte verwehre. Dem Rezensenten ist die Position von Wolfgang Ulrich am sympathischsten, der die "neuen Kampfplätze" wie Krieg und Terror für einen falschen Anlass erachtet, "um Kultur heute zu positionieren", zitiert ihn Fricke. Die Verantwortung der Kunst lasse sich nicht aus einem herkömmlichen Weltverbesserertum ableiten, pflichtet er Ulrich bei. Ulrich bevorzuge das Modell einer an Schönheit und Freizeit orientierten Kunst - und genau dort sei unsere Gesellschaft eben auch verletzlich.

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