Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jerry Kramsky, Lorenzo Mattotti

Doktor Jekyll und Mister Hyde

Frei nach der Erzählung von Robert Louis Stevenson

Cover: Doktor Jekyll und Mister Hyde

Carlsen Verlag, Hamburg 2002
ISBN-10 3551761485
ISBN-13 9783551761484
Gebunden, 64 Seiten, 20,00 EUR

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Klappentext

Text: Lorenzo Mattotti, Jerry Kramsky. Zeichnungen: Lorenzo Mattotti. Aus dem Italienischen von Rossi Schreiber. Wer ist dieser unheimliche Edward Hyde, der nachts durch die düsteren Straßen des victorianischen London streift? Warum befällt jeden, der ihn sieht, ein unbeschreibliches Grauen? Und welche Macht hat er über den angesehenen Arzt Henry Jekyll, der diesem Gewalttäter offenbar Zuflucht gewährt? Bald ist es Gewissheit: Dr. Jekyll und Mr. Hyde verbindet ein schreckliches, ungeheuerliches Geheimnis!

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.05.2002

Dank des Gleichgewichts zwischen Werktreue und persönlichem Zugriff ein interessantes Beispiel für die gelungene Comicadaption eines literarischen Stoffes, findet Rezensent Christian Grasser. Das Duo Mattotti und Kramsky würden zwar über weite Strecken den originalen Text übernehmen, doch hätten sie entscheidende Eingriffe vorgenommen. Die um Jekylls Abschiedsbrief artikulierte Geschichte hätten sie in die zwanziger Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts verlegt, die Zeit, in der "das Böse die politische Bühne" erobert hätte. Dies wiederum ermögliche Mattotti, Hydes wüste Exzesse mit "Otto-Dix- und George-Grosz-Zitaten zu schärfen. Dennoch vermisst der Rezensent bisweilen die Dichte und Poesie, die Mattottis eigene Comic-Romane seiner Meinung nach auszeichnen und hat den Eindruck, der prominente Comiczeichner würde sich hinter den spektakulären Bildern verstecken. Der Lustgewinn bei deren Betrachtung scheint jedoch beträchtlich gewesen zu sein. Der Rezensent im O-Ton: "Der Zeichner verquickt seine Zitate aus der Malerei mit klug reflektierten Comic-Klischees, er bricht wirbelnde und leuchtende Bilder mit elegischen Stimmungen oder Abstürzen in dunkle Abgründe der Einsamkeit und Verzweiflung".

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.04.2002

Der neue Band, frei nach dem Roman von Robert Louis Stevenson, reiht sich, wie Fritz Göttler findet, durchaus ein ins Gesamtwerk des Comic-Künstlers Lorenzo Mattotti: diesen Moment, da der Held "noch einmal zum Kind wird", gibt es, als Sehnsucht wenigstens, in all seinen Büchern. Die Erzählung und die Bilder sind von außerordentlicher Bewegtheit, das Prinzip der Gestaltung wie des "labyrinthischen" Erzählens ist, meint der Rezensent, der Jazzmusik verwandt, die zeichnerische ligne claire lasse der Fantasie des Betrachters alle Freiheiten. Edinburgh, der Ort der Handlung, wird im Comic, so Göttler, zur "futuristischen Stadt". Bedrängend die "Farborgien" des Alltags und erst recht des Rauschs und der "sexuellen brutalen Exzesse". Ein Urteil gibt es, wie bei diesem Rezensenten üblich, nicht explizit: die emphatische Nachempfindung des Werks spricht jedoch für sich.

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Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

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