Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Helmut Pape
Der dramatische Reichtum der konkreten Welt
Der Ursprung des Pragmatismus im Denken von Charles S. Peirce und William James
Klappentext
Will man den Pragmatismus angemessen verstehen, so sollte man sich mit seinen Fragen und Antworten im Augenblick seiner Entstehung auseinandersetzen. Dieses Buch bietet eine Einführung in den Pragmatismus, indem es ihn aus der Entwicklung des Denkens seiner Begründer Charles S. Peirce und William James erklärt.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.07.2002
Für Jörg Lau ist dieses Buch viel mehr als eine Einführung in den klassischen Pragmatismus. Der Peirce-Kenner Pape, schreibt Lau, legt "die erste umfassende Rekonstruktion des pragmatischen Denkens in deutscher Sprache" vor und "eine der besten Darstellungen zum Thema überhaupt". Als "systematisches Pendant und Korrektiv" zu Louis Menands "The Metaphysical Club" empfiehlt Lau den Band, aber auch als Ergänzung zum Neopragmatismus Richard Rortys. Pape biete einen anderen Focus, wenn er den Pragmatismus in die Tradition der Philosophie eintrage und eben jene Züge des Peirceschen Denkens rehabilitiere, die Rorty verdächtig seien. Hier liege ein Modell bereit, das gerade heute, im Zeichen eines neuerlichen Kulturkampfes zwischen Fundamentalisten, Relativisten, Universalisten und Skeptikern "von unerhörter Aktualität" ist: "Es gibt sehr wohl eine Realität unabhängig von unseren Gedanken über sie."
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2002
Als zukünftiges Standardwerk preist Ferdinand Zehentreiter Helmut Papes grundlegende Auseinandersetzung mit den amerikanischen Philosophen Peirce und James, die als die "Gründerväter des amerikanischen Pragmatismus" bekannt geworden sind. Horkheimers abschätziges Urteil über Peirce war falsch, meint Zehentreiter, gerade dieser ungewöhnliche und vielseitige Wissenschaftler, der nie eine Universitätsstelle bekleidet hat, sei eine Art amerikanischer Doktor Faustus gewesen. Pape ist ausgewiesener Peirce-Kenner, stellt der Rezensent fest, der sich an die Rekonstruktion des eigentlichen philosophischen Kerns des Pragmatismus begebe, indem er einen längst fälligen systematischen Vergleich zwischen Peirce und James anstelle, sich aber auch mit den Vertrtetern des Neopragmatismus wie Rorty, Brandom und Putnam beschäftigte. Mit "viel Überzeugungskraft" könne der Verfasser instrumentalistischen Auslegungen entgegentreten, wobei Zehentreiter Papes normative Klassifizierungen stören. Das eigentlich Innovative am Erkenntnismodell des Pragmatismus, kritisiert der Rezensent, gerate so zu einer Spielart des Neukantianismus. Diesem ansonsten verdienstvollen Buch fehlten eben Impulse nichtempiristischer Wissenschaften.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Jan Philipp Reemtsma: Vertrauen und Gewalt
Warum sich die Soziologie mit den Phänomenen der Gewalt so schwer tut, ist eine der zentralen Fragen, mit ...
Peter Nadas: Parallelgeschichten
Aus dem Ungarischen von Christina Viragh. 1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring beim Jogging ...
Archiv: Bücherschauen
Golden german tor lass uns ein als große fisch
10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







