Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

John Dewey, Karl Kautsky, Leon Trotzki

Politik und Moral

Die Zweck-Mittel-Debatte in der neueren Philosophie und Politik

zu Klampen Verlag, Lüneburg 2001
ISBN-10 3924245991
ISBN-13 9783924245993
Paperback, 176 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Ulrich Kohlmann. "Der Zweck heiligt die Mittel" - so lautet die ebenso bekannte wie umstrittene Maxime machiavellistischer Politik. Sie fordert eine Moralität heraus, die sich an vorgeblich "absoluten" Normen orientiert und um keiner wie auch immer gearteter Ziele willen bereit ist, sich die Hände schmutzig zu machen. Zynische Politik und realitätsferne Moral stehen so in end- und fruchtlosen Debatten unversöhnlich einander gegenüber. Als die sozialistische Bewegung sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts anschickte, ihren moralischen Erlösungsanspruch in gesellschaftliche Praxis umzusetzen, wurde das philosophische Zweck-Mittel-Problem politisch besonders drängend. Denn wo Politik radikal auf das Gute zielt und eine unverkürzte Moral sich mit individueller Praxis nicht begnügt, verschwinden die absoluten Gegensätze wie auch die einfachen Antworten. Den in seiner politischen wie theoretischen Wirkung kaum zu überschätzenden Höhepunkt der Auseinandersetzung markiert eine Debatte zwischen Karl Kautsky, Leo Trotzki und John Dewey. In den Haupttexten dieser Debatte, die in Ihre Moral und unsere dokumentiert, kommentiert und in einem Essay des Herausgebers problemgeschichtlich eingeordnet sind, prallen die Positionen in aller Härte aufeinander...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.04.2002

Für die FR bespricht der Rudolf Walther den Sammelband "Ihre Moral und unsere", in dem Karl Kautsky, Leo Trotzki und John Dewey noch einmal über die Rechtmäßigkeit einer gewalttätigen Revolution debattieren. Leider sagt er nichts über Sinn und Form dieser Wiederauflage. Das Heute kommt in der Besprechung nicht vor. Vielmehr fasst Walther die jeweilige Position der drei Kontrahenten zusammen und bewertet sie. So urteilt er: "Kautskys Prinzip des bedingungslosen Schutzes für das Leben läuft in der Konsequenz auf Handlungsunfähigkeit und ohnmächtiges Gewährenlassen. Bei Trotzki ist dagegen jede Gewaltanwendung im Namen des revolutionären Endziels - 'Befreiung der Menschheit' - von vornherein gerechtfertigt." John Deweys Beitrag nennt Walter dagegen "intellektuell bestechend".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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