Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 30.12.2002
Freiheit statt Gleichheit fordert der Kieler Philosoph Wolfgang Kersting in seinen für dieses Buch zusammengestellten Texten, berichtet Wilfried Hinsch. Der "Freund scharfer Abgrenzungen und kräftiger Formulierungen" hole auch diesmal, so der wenig überraschte Rezensent, weit aus und kritisiere ausgiebig den Sozialstaat und dahinter stehende Vorstellungen von Gleichheit und Gerechtigkeit. Vieles von Kerstings Behauptungen hat Hinsch wegen seiner "moralischen Klarsicht" und "sozialpolitischem Common Sense" überzeugt. Doch sieht der Rezensent anders als der Autor darin keinen Widerspruch zwischen "egalitären Konzepten" und Liberalismus. Abgesehen davon, gibt Hinsch zu bedenken, dass die Freiheit des Einzelnen an der realen Unfreiheit des Marktes scheitert, was die Überzeugung und Argumentation Kerstings doch recht fragwürdig erscheinen lasse, wie der Rezensent findet.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002
Wolfgang Kersting warnt erst einmal vor seiner eigenen Profession: der Nutzen der Philosophen in ethischen Fragen ist, meint er, begrenzt, nicht zuletzt, weil man auch untereinander heillos zerstritten ist. Das heißt natürlich nicht, dass nicht auch Kersting sehr bestimmte Positionen hat. Er ist, mit den Worten von Friedrich Wilhelm Graf, ein "bekennender Liberaler", entsprechend ein entschiedener Gegner des "wohlfahrtsstaatlichen Egalitarismus". Dennoch mache Kersting, so Graf, mit seiner Forderung nach einer "Loyalitätsmoral" einen "originellen" Schritt auf die an der Begründung von Bürgertugenden interessierten Kommunitaristen zu. Das läuft jedoch implizit, kritisiert der Rezensent, auf die gar nicht liberale Aufforderung zum "Patriotismus" hinaus. Dennoch ist Grafs Urteil über das Buch alles in allem positiv. Er lobt Kersting nicht zuletzt für den "offenen, hypothetischen Charakter" seiner Überlegungen, die Bescheidenheit, mit der er auf Lösungsvorschläge verzichtet und die Philosophie auf nicht mehr als "präzisere Beschreibungen der Dilemmata" verpflichten will.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







