Die Kunst der Zerstörung. Gewaltfantasien und Manifestationspraktiken europäischer Avantgarden. Diss.

Akademie Verlag, Berlin 2001
Mit 3 Farb- und 36 s/w-Abbildungen. Die Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts erregten die Aufmerksamkeit ihrer Zeitgenossen nicht zuletzt durch eine drastisch vorgetragene rhetorische Gewaltbereitschaft, die sich bis zum zynischen Gestus der Menschheitsvernichtung steigern konnte. Noch die moderne Avantgardeforschung reagierte auf diese Provokation vor allem moralisch. Dagegen wurde das performative Potential einer gestisch in den symbolischen Formen der Kunst ausgelebten Gewalt weitgehend übersehen. Hanno Ehrlicher tritt diesem Defizit entgegen und nimmt die inszenatorisch-theatralische Dimension avantgardistischer Gewaltphantasien in den Blick. Außer den bekannten Avantgardebewegungen Futurismus, Dadaismus und Surrealismus werden zum ersten Mal auch der spanische Ultraismus und der englische Vortizismus in einer breiten kulturvergleichenden Perspektive vorgestellt.

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