

Annegret Held
Hesters Traum. Roman
Rowohlt Verlag, Reinbek 2001
Anfang der achtziger Jahre ziehen Berliner Hausbesetzer in ein idyllisch an einem Bach gelegenes Haus auf dem Land. Der Tisch unter Pflaumenbäumen, der verwilderte Garten, die gemeinsamen Essen und Diskussionen in der Wohnküche - der Traum von der Realisierung einer gesellschaftliche Utopie scheint zum Greifen nah. Wie unvereinbar die teils anarchistischen, teils feministischen oder alternativen Vorstellungen der Einzelnen sind, zeigt sich jedoch schnell. Ihre Beziehungen untereinander ähneln bald dem äußeren Bild der Dauerbaustelle, als die sich das anfangs mit viel Elan instand gesetzte Haus erweist.