Katalog von allem. 1111 Nummern aus 31 Jahren

Albrecht Knaus Verlag, München 1999
Die Fahrt im Orient-Express von Zürich nach Beirut dauerte 1968 noch fast eine Woche. Als der Zug aus dem Bahnhof Zürich rollte, merkte Peter K. Wehrli plötzlich, daß er seinen Fotoapparat zuhause vergessen hatte. Nach anfänglicher Wut über sich selbst kam ihm die Idee, die Erinnerungsbilder statt mit der Kamera nun mit den Mitteln der Sprache anzufertigen. Alles, was ihm auffiel, alles, was er fotografiert haben würde, wenn er die Kamera dabei gehabt hätte, bildete er nun mit Wörtern ab. Und weil man ein fotografisches Bild durch den einmaligen Druck auf den Auslöser erzeugt, mußte er sich folgerichtig das Gesetz auferlegen, jeden Gegenstand, den er fotografiert hätte, in einen einzigen Satz zu fassen. So entstand der "Katalog der Dinge, die ich fotografiert hätte, wenn ich meine Kamera nicht vergessen hätte".

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