

Dora Horvath
Bitte recht weiblich. Frauenleitbilder in der deutschen Zeitschrift Brigitte
Chronos Verlag, Zürich 2000
Was ist eigentlich eine moderne Frau? Wie verändern sich Frauenleitbilder im Zuge der Nachkriegsentwicklung? Die Frauenzeitschrift "Brigitte" ist eine aufschlussreiche Quelle, um diesen Fragen nachzuspüren. Eingebettet in eine Theorie des sozialen Wandels, untersucht die Studie anhand von Modefotografien sowie Texten zu Liebe und Partnerschaft, welche Deutungen von Weiblichkeit die Zeitschrift ihren Leserinnen vermittelt. Die glückstrahlende Hausfrau ist bis zum Ende der 60er Jahre die moderne Frau schlechthin. Bis zur ersten Hälfte der 60er Jahre steht "Brigitte" der Wachstums- und Fortschrittsgesellschaft mit der ihr zugrunde liegenden Geschlechterordnung ungebrochen positiv gegenüber. Erst in den 70er Jahren macht sich auch hier eine vielschichtige Skepsis breit.