

Thomas Nolden
Junge jüdische Literatur. Konzentrisches Schreiben in der Gegenwart
Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 1999
Die seit den achtziger Jahren im Entstehen begriffene junge jüdische Literatur schafft einen ästhetischen Raum, in dem Autoren Wege erproben, die über den Riß im Band der Generationen in die Vergangenheit jüdischer Traditionen zurückverweisen. In den Romanen, Erzählungen und Gedichten entwerfen die Nachgeborenen Antworten auf die schwierige Frage, wie sich die nach der Shoah geborenen Juden in Deutschland und Österreich als Erben einer Kultur verstehen können, wenn diese nur noch rudimentär vorhanden ist.